Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Die 3. OP

  

                                                                            

 

                                                                              

 

 

 

 

 

 Heute morgen um 5 Uhr 30, wurde ich gleich von 2 Weckern geweckt. Aus Angst ich könnte meinen Termin in der Klinik verschlafen, habe ich mir zu dem normalen Wecker noch mein Handywecker gestellt. Nicht dass ich so übermäßig gerne in die Klinik wollte, nein, aber ich wollte, dass es weitergeht.

Mir fiel das Aufstehen ziemlich schwer, denn ich hatte die Nacht nicht gut geschlafen und überhaupt bin ich um so eine unchristliche Zeit entsetzlich übel gelaunt.

Punkt sieben war ich auf Station 1b und bekam ein Zimmer zugeteilt, welches mir für den heutigen Tag zur Verfügung stand. Auf dem Bett lag ein OP-Hemd, Thrombosestrümpfe und eine Haube für übers Haar zu ziehen. Ich sah mich erst mal in ruhe um und flitzte dann schnell eine Etage tiefer ins Cafe um noch eine Zigarette zu qualmen. Ich glaube nicht wirklich, dass diese Zigarette eine beruhigende Wirkung hatte, aber die Einbildung bringt es.

Als ich wieder auf Station ankam, musste ich mich sputen mit umziehen, hatte gerade mal 10 Minuten zeit – normal kein Thema, wenn nicht die Strümpfe gewesen wären. Gerade als ich mit dem zweiten Strumpf (hinter Atem und nach Luft ringend) fertig war, kam schon die Schwester und fuhr mich samt Bett zu den OP’s. Wieder mal die Schleusen, die sich in jedem Krankenhaus gleichen und dann der OP. Während ich operiert wurde unterhielt ich mich angeregt mit dem Chirurgen und dem Narkosearzt, der auch dabei war, falls ich doch noch eine Narkose haben müsste. Es ging alles glatt ohne Komplikationen, ein Eingriff von gerade mal ½ Stunde. Die Schwester holte mich auch gleich nach Beendigung der OP ab und brachte mich wieder auf mein Zimmer. Als ich gleich nach meinen Sachen griff um mich anzuziehen, meinte die Schwester, ich müsse noch 2 Stunden mit einem Eisumschlag beschwert mit einem Sandsack liegen bleiben. Das gefiel mir natürlich nicht so gut, denn der Arzt hatte mir unten gesagt, ich dürfe gleich aufstehen, wenn ich denn unbedingt wolle. Die Schwester und ich einigten uns dann auf eine Stunde. Allerdings stand ich genau nach einer Stunde fertig angezogen und frisiert auf dem Gang mit meiner Tasche unterm Arm und sagte der Schwester, das ich etwas essen gehen wolle und ob sie schon etwas von der Ultraschalluntersuchung meines Herzens geregelt hätte. Ich war durch die Operation nicht zu meinem ausgemachten Termin gekommen und wollte es auf jeden Fall heute noch erledigt haben. Sie verneinte dies und so ging ich Richtung Aufzüge, kam bei der Kardiologie vorbei und dachte mir; frag einfach mal nach, vielleicht hatte ich Glück und konnte einen Termin ausmachen.  Heute schien ich das Glück gepachtet zu haben, denn ein Arzt verschob seine Mittagspause und nahm mich sofort dran. Im Anschluß machte ich mich dann auf zur Cafeteria aß eine Kleinigkeit trank ein Kännchen gefüllt mit schönem heißen Kaffee und genoß, dass ich für heute alles hinter mir hatte. Es stand nur noch das Abschlussgespräch mit dem Arzt aus. Gerade nahm ich mein Handy aus der Tasche um meinen Mann anzurufen, da stand er auch schon neben mir. Er hatte es zu hause nicht mehr ausgehalten, war unruhig geworden und lud meinen Sohn ins Auto und nun war er hier.

Dann kam aber noch mal eine Prüfung auf uns zu, denn der Arzt kam und kam nicht. Weit nach 15 Uhr kam dann ein anderer Arzt gab mir einen Brief für meine Ärztin mit und 2 starke Schmerztabletten, die bis morgen reichen sollten. Dieses Mal habe ich aber auch sehr starke Schmerzen, ich merke deutlich den Fremdkörper unter meiner Haut und bei jeder noch so kleinen Bewegung werden die Schmerzen fast unerträglich. So habe ich den Rest des Tages damit verbracht mich selbst zu bemitleiden und aufzupassen auch nicht die kleinste vermeidbare Bewegung zu machen. Die Schmerzen sind immer noch so unerträglich, aber ich will mir die Tabletten aufsparen für diese Nacht und eventuell morgen früh. Um 13 Uhr 15 habe ich einen Termin bei meiner Ärztin. Sie soll sich die Naht ansehen und einen neuen Verband anlegen, wenn soweit alles in Ordnung ist.  Ich nehme ungern Medikamente, habe ich noch nie gern genommen, weil der Körper dadurch so beeinflusst wird, dass er mir seinen wirklichen Zustand nicht mitteilen kann. Heute abends werde ich eine Ausnahme machen, denn ich bin sehr müde und irgendwie geht so eine Operation ja auch nicht ohne Spuren an einem vorbei. Morgen, glaube ich fest dran, sieht alles wieder anders, wieder besser aus. Ich möchte allen die mir die Daumen für heute gedrückt haben und mich mit ihren Guten Wünschen begleiteten danken – Ihr seht es hat geholfen. Wieder bin ich der Wolke 7 ein Stückchen näher gekommen.

                                                    

                                   alles Liebe Elke

 

                                                                                                 

 

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Eine Antwort

  1. ein Leben

    Liebe Elke,  heute muß ich Dir endlich einmal wieder schreiben. Habe mir in aller Ruhe Dein Tagebuch durchgelesen und  bin froh,  dass Du etwas stabiler geworden bist.
    Nimm bitte meine ganzen guten Wünsche hin   und werde wieder gesund und freue Dich über jeden Tag, den wir leben dürfen!!!!!    es grüßt Dich herzlichst  Ursa

    11. August 2006 um 13:55

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