Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieder ein Wochenende…

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Wieder ein Wochenende, so wie es viele gibt, auf das man sich freut, einfach weil es die Wochentage, die Arbeit unterbricht – allerdings nicht für mich. Es ist gleich welcher Wochen-oder Wochenendtag es ist, bei mir ist jeder Tag gleich. Genau wie für mich jede Nacht so gut wie jeder Tag ist. Nichts…Garnichts unterscheidet sich in meiner Wahrnehmung. Wenn mein Körper seinen Schlaf braucht nimmt er ihn sich egal was die Uhr sagt. Ebenso ist es mit den Wachzuständen – egal was die Uhr sagt. Es gibt kein Tag mehr für mich der anders wäre, kein Wochenende welches sich von der Woche unterscheidet. Es gibt einfach nur ein Leben, das sich mehr oder weniger alleine lebt, mich mit zieht, mich vergessen lässt welcher Tag ist. Zum Beispiel heute; mein Sohn steht um 13 Uhr 30 in der Tür und ich frage ihn ob es ihm nicht gut ginge, dass er so früh von der Arbeit kommt –sein Kommentar;

‚Halloooo…. , Mama, heute Freitag, heute früh frei‘?

Ein aufgesetztes belustigtes Lächeln meinerseits, eine kleine lustige Bemerkung um meine Verlegenheit, meine Nichtahnung zu überbrücken doch dabei schnell auf den Monitor gesehen und überprüft, ob die Woche wirklich schon um ist. Es macht mich so traurig. Natürlich sehe ich mir die Nachrichten an und natürlich wird dort auch das Datum und der Wochentag genannt, aber mein Gehirn nimmt es nicht mehr als wichtig auf und lässt es untergehen, konzentriert sich nur auf die Neuigkeiten, um das Geschehen in der Welt. Uhrzeiten bemerke ich an dem Fernsehprogramm welches ich den ganzen Tag im Hintergrund laufen habe weil ich Stimmen brauche um mich nicht tot zu fühlen. Man braucht Stimmen, auch das Aufleuchten und Flimmern des Fernsehens sie geben mir ein Gefühl nicht so ganz alleine zu sein. Eigentlich kann ich sehr gut alleine sein, aber nur dann, wenn ich es mir selber aussuche. Manchmal ertappe ich mich dabei, das ich vor mich her rede. Eigentlich nichts Besonderes. Das habe ich früher auch schon gemacht und ich kenne sehr viele Menschen die es auch machen, aber heute geht es rein automatisch, ich habe keinen Einfluss darauf. Gut es kommt auf die jeweilige Situation an. Eine große Rolle spielt dabei, dass ich auf diese Art meine Situation verarbeite, vielleicht durch mein Unterbewusstsein gefördert. Die Erfahrung, die ich machen musste ist, das man unter sehr vielen Menschen sehr, sehr alleine und einsam sein kann. Auch wenn meine Familie zu Hause ist, mich anspricht, mir ihre Tageserlebnisse berichtet mich in alles einbezieht was nicht ausbleibt, weil es meine Aufgabe ist, Finanzielles, Behördenmäßiges oder Familienangelegenheiten zu ordnen, zu regeln. Ja, da bin ich gut drin, da macht mir so leicht Niemand etwas vor. Das war schon immer so, daran hat sich nichts geändert, aber ich kann nicht mehr zu Behörden hingehen oder fahren, wenn ich auf der Bank etwas regeln möchte was nicht unbedingt über Homebanking zu regeln geht, brauche ich einen Mietwagen oder meine Tochter fährt mich bis vor die Tür der Bank. Wenn die Warteschlange vor den Schaltern zu lange ist, muss ich die Person die nach mir kommt bitten mir doch den Platz freizuhalten weil ich mich setzen muss. Es ist irgendwie erniedrigend, verletzend. Früher vor 2 Jahren war ich diejenige, die einen Patz freigehalten hat, war ich die Frau die für eine ältere Person in der Straßenbahn aufgestanden ist – heute kann ich nicht mal mehr Straßenbahn fahren, weil ich erst gar nicht dort ankommen würde. Knapp 300 Meter sind für mich wie ein Marathonlauf „Rund um Köln“.

Heute hatte ich in dieser Richtung zwei Schlüsselerlebnisse:

1.      Bekam ich Post von der „Zentrale Stelle bei der KV Nordrhein“ mit einem Termin zur Mammographie. In diesem Schreiben stand drin das mir Altersgemäß zwischen der Krebsvorsorge eine Mammographie zustände und ich deshalb den Termin bekommen hätte, bei nicht Einhaltung solle ich Bescheid geben. – Was soll das, wieso habe ich das nicht schon früher bekommen? Es ist wie ein Schlag ins Gesicht, wenn man 2 Jahre Krebskrank ist und dann so ein Schreiben bekommt.

2.       Rief mich eine sehr gute Freundin von früher an und lud mich auf eine Tasse Kaffee ein und sagte auch gleich; ‚Leo holt dich ab und bringt dich auch wieder nach Hause. Es tut so weh, seine Abhängigkeit im „Normalen Leben“ zu spüren. Als wir noch intensiveren Kontakt hatten bin ich zu ihr hingefahren, war auf Niemanden angewiesen. Gut, ich kann auch sagen, danke nein ich komme mit einem Mietwagen, aber auch das ist eine Abhängigkeit, die mich nicht gerade aufjubeln lässt.

Meine Psyche ist eigentlich stabil, nur die Gedanken die ich mir mache um alles und nichts, gehen ein wenig an meine Substanz. Die Blicke der Leute die wohl oder übel um meine Krankheit wissen sind grausam, man fühlt sich automatisch so als würde man bereits im Sterben liegen. Das Betüddeln, manche wohl gut gemeinten  Handreichungen oder gar die Frage, meistens noch laut und langsam gestellt, als wäre man taub oder würde sie nicht verstehen können, weil man halt nicht mehr so richtig im Kopf ist; ‚sitzt du gut, soll ich Dir vielleicht ein Kissen für den Rücken geben, sag wenn ich etwas für dich tun kann. Nein, stehe nicht auf, ich mach das schon‘.

Das alles geht mir so auf die Nerven, nein noch mehr es kot… mich einfach an. Ich bin immer noch die gleiche und will auch so behandelt werden – aber wie soll ich das meinen Mitmenschen klar machen? Sie wollen es oder können es einfach nicht begreifen. Eine Bitte habe ich zum Ende noch;

‚Lasst Kranke krank sein, Behinderte behindert sein, aber behandelt uns nicht wie Babys‘! Wir denken vielleicht viel intensiver und bewusster als andere. Wenn Ihr nicht wisst, wie Ihr mit uns umgehen könnt – fragt uns doch einfach.

In diesem Sinne herzliche Grüße Elke

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7 Antworten

  1. Elke

    Liebe Prema,
    es ist schöne und gut; Hurra ich bin eingeladen und werde auch noch abgeholt und nicht nur das man bringt mich auch wieder nach hause. Toll!!!!!!!… Wenn ich denn hingehen könnte.
    Eine andere Freundin hat Karten besorgt für 2 Fernsehshows die im Fernsehen regelmäßig ausgestrahlt werden. Sie will mich auch zu hause abholen und mich Abends wieder heimbringen. Toll!!!!… Wenn ich denn mitfahren könnte.
    Ein Dach mit einem wundeschönen großen Badezimmer habe ich. Toll!!!!! … Wenn ich denn in der Lage wäre zu Baden oder zu Duschen.
    Auch eine sehr schöne und gut durchdacht eingerichtete Küche mit allem drum und dran habe ich. Toll!!!!!… Wenn ich sie nutzen könnte.
    Auch bin ich stolzer Besitzer eines kleinen Wagens gerade mal 3 Jahre alt. Toll!!!!!… Wen ich ihn denn auch fahren könnte.
    Nein, liebe Prema, das Leben besteht nicht nur darin, dass man sich alles leisten kann oder das man alles Materielle hat, nein man muss es auch nutzen können. Nichts von alle dem habe ich geschenkt bekommen. Mein Mann ud ich haben schwer dafür gearbeitet dass es uns finanziell heute so gut geht. Und wir arbeiten immer noch dafür.  Ja auch ich! Denn ich kann noch schreiben, zeichnen und telefonieren, damit verdiene ich immer noch ein wenig. Aber auch da habe ich meine Einschränkungen, weil ich durch die ganzen Medikamente auch zeitweise unter Parkinson ähnlichem Zittern leide. Ich könnte Dir soviel auf Deinen Kommentar antworten, aber eins nur noch. Ich habe 3 Kinder, doch mein erstes ist während der Geburt gestorben. Im Bauch lebte es noch, kurz nachdem ich es geboren hatte war es tot. Micha hat nicht einen "seinen ersten Schrei" gemacht. 3 Kinder habe ich. Toll!!!!!… Was habe ich von 3 Kindern, wenn ich sie nicht alle in die Arme nehmen kann und ihnen meine Liebe geben kann, wenn eines "nur Gedanklich, Gefühlsmäßig" bei mir ist.
    Nein, ich bin nicht verbittert, ich sehe nichts nur aus dem Opferblickwinkel, aber er ist nun auch einmal Bestandteil meines Lebens.
    Ich sehe nichts im Leben als Selbstverständliches an und bin dankbar für alles was ich erreicht habe und  der darüber reden, schreiben kann. Du kannst es nicht, eigentlich schade, denn es macht die Gedanken klar und sortiert. Ich bin auch ein Mensch der immer nach dem Positiven in dem Geschehen sucht und auch meistens fündig wird, aber Tatsachen sind Tatsachen und die kann ich nicht verschönert wieder geben. Allerdings denke ich, dass Du nicht alles so richtig verstanden hast, was ich bisher geschrieben habe, sonst würdest Du nicht nur das Negative herauslesen sondern die durchaus auch positiven Gedadanken. Man kann meine Beiträge nicht nur einfach lesen um sie zu verstehen, man muss sich damit auseinandersetzen. Es ist schwierig zugegeben, aber man versteht auch manchmal nicht gleich beim ersten mal ein Buch das man gelesen hat. Und nun ganz zum Ende einen kleinen Denkanstoss für Dich. Wie ginge es Dir wenn Du 1 1/2 Jahre Deine Wohnung nicht mehr verlassenkönntest, Wie ginge es Dir, wenn Du nicht Baden oder Duschen könntest, weil Du Erstickungsanfälle hättest. Wie ginge es Dir, wenn Du nicht mal kochen könntest, weil Dein Kreislauf zusammenbricht und Du einfach umfällst. Wie ginge es Dir mit der Angst die Toilette aufzusuchen weil Du nicht weisst ob Du alleine zurückkommst und es deshalb immer wieder hinauszögerst bis es eben nicht mehr geht. Wie ginge es Dir jeden Tag wieder eine neue Infektion zu haben hervorgerufen durch die Medikamente die Dein Abehrsystem fast vollkommen zersören. Nein, ich bin kein verbitterter Mensch und ich nehme mich selbst auch nicht zu wichtig, aber ich nehme mich wichtig, in einem gesunden Rahmen.
    Die Situation der Obdachlosen gegen meine Situation zu stellen ist in keinster Weise gerechtfertigt, macht keinen wirklichen Sinn. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Hätte ich mein Leben anders gelebt wäre ich heute vielleicht krank und Obdachlos. Es gibt auch viele Obdachlose die sehr krank sind und es gibt viele Mittelständler die gesund sind. Das eine hat absolut nichts mit dem anderen zu tun. Ich habe sehr hart für meinen heutigen Lebensstandart gekämpft, mir wurde auch nichts geschenkt, ich habe auch nie geerbt nein, ich habe dafür gearbeitet und bin auch sehr stolz darauf.
    Liebe Prema, es ist fast unmöglich in so wenigen Zeilen auszudrücken was man meint, wie man empfindet und dann bedarf es noch dem Gegenüber, wie er zum Leben steht. Könnte es nicht sein, das Du damit auch ein Problem hast. Schreibst Du nicht auch über Dein Heimweh? In manchen Beiträgen kommt zu mir herüber wie unglücklich Du Dich hier fühlst, aber denke ich dann gleich daran, dass Du verbittert bist? Nein! Es ist Deine Situation und die kannst letztendlich nur Du für Dich bestimmen. In diesem Sinne wünsche ich Dir für die Zukunft viel Glück und das sich Deine neuen Wünsche umsetzen lassen. Ich empfinde es als schade, dass Du Dich so ganz zurückziehst, aber ich respektiere es natürlich. Vielleicht findest Du ab und an doch noch mal Zeit kurz vorbei zu schauen.
    Herzliche Grüße Elke

    16. März 2008 um 15:14

  2. Prema

    Hallo liebe Elke
    Ich wollte so ziemilich das Gleiche schreiben wie auch Rainbow, jetzt lasse ich es.
     
    Versuche doch bitte aus der richtigen Perspektive zu sehen und nicht aus der verbitterten denn das ist nicht die richtige Sicht. Vor kurzem sagtest Du, Du möchtest mal Deine Freundin besuchen können, Kaffee trinken…und dann kommt es, wie Du es Dir wünschst und es verletzt Dich.?! Viele (alle) würden gerne zu allen Terminen und
    Verabredungen abgeholt werden, wer sich leisten kann, macht es nur so, mit Taxi! Statt die Fahrt zu ihr, denke an die Zeit mit ihr, das nette Plaudern, beisammen sein…die ganze Zeit habe ich das Gefühl, Du packst es von der falschen Seite an. Ändere Deine Blickwinkel und es wird ein Segen sein, eine Freundin zu haben, einen "Leo" zu haben, eine Familie, ein Dach über dem Kopf, ein schlagendes Herz, ein Leben zu haben.
     
    Die gut gemeinten Hilfen SIND gut gemeint, ist es nicht wunderbar? Niemand will Dir Böses, nicht jeder kann das von sich behaupten. Wenn man nicht anders* behandelt werden möchte, sollte man sich vielleicht zu sehr allen öffnen! Ich habe schon mal meine Meinung darüber geschrieben: Ich persönlich halte nichts davon, das Negative zu schreiben um sie damit zu festigen in mein Gedächtnis denn zurück nehmen kann man kein Wort das ausgesprochen wurde.
    Ich habe auch mehrere Bandscheibenvorfälle, die mir das Leben sehr schwer, schmerzhaft und starr machen…aber was hat es für einen Sinn, das anderen zu sagen? Ausser, dass ich im Schmerz und Negativität ausharren und mir alles im Geiste abspeichere wie das Geschrievbene abgespeichert wird?! Wer kann mir was dazu sagen oder helfen? Was hat es Gutes? Nichts! Nichts ausser meinen Mitmenschen fühlen zu lassen, wie hilflos sie sind, was mich erst recht hilfloser macht.
     
    Ja, die Krankenkassen, die Behörden, die Bürokratie, an denen zweifeln wir alle, jeder mit einem anderen Amt, sei es das Arbeitsamt, Warteschlangen, keine Sitzplätze,böse Beamte, tausend Kopierereien und Besorgnisse und Anträge..sei es das Wohnungsamt oder Job Center oder Jugendamt oder Sozialamt oder oder oder…das ist die Gesellschaft. Ich denke oft an Obdachlose: "Wo waschen sie sich die Hände? Wann haben sie eine Couch gesehen? Wann haben sie Fernsehen geguckt das letzte mal? Wo gehen sie in der Stadt auf die Toliette? Was machen sie 24 Stunden draussen? Was tun sie, bei Zahnschmerzen, Blinddarmentzündung?" die einfachsten
    Bedürfnisse eines Menschen sind essen, trinken, Bekleidung, WC Besuch! Sie haben nicht nur keine Tolietten oder ein Bett, sondern auch kein Dach über dem Kopf, kein Privatleben, NICHTS! Und das haben sie so auch nicht gewollt.
    Du sagst: "Die einfachsten Dinge im Leben, mich mit Freunden verabreden, Einkaufsbummel, Kino, Theater.."
    Das sind nicht die einfachsten Dinge im Leben Elke, Du siehst leider die breite Realität des Lebenskampfes nicht.
    Du kannst Dich verabrden und wirst auch noch abgeholt! Mich würde niemand abholen, für Taxi fehlte mir das Geld.Du steigerst sehr in deine Negative Welt hinein die Welt ist aber voll von Elke\’s und Prema\’s. Elke und Prema haben es aber noch sehr gut! Ich war auch mal 7 Jahre ohne Krankenversicherung, auch das gibt es in Deutschland, von diesen Erfahrungen möchte ich erst gar nicht berichten, wozu auch.
    Jedes mal wenn ich dachte"Was habe ich noch zu verlieren? Mir kann niemand mehr was weg nehmen" zeigte mir das Leben, was es mir noch alles weg nehmen kann. Ich habe Dankbarkeit gelernt. Wer mit dem Schicksal hadert und nicht annimmt, wird unnötig leiden, bis er sein Leben annimmt und dankbar und glücklich ist mit dem, was er braucht und hat.
    In diesem Sinne sage ich Dir ein letztes mal "auf wiedersehen" liebe Elke und Kopf hoch! Liebe Grüße
     

    16. März 2008 um 12:43

  3. Elke

    Hallo Ihr Lieben Kommentatorinnen,
    ich muss wohl noch etwas meinem Beitrag hinzu fügen bezw. richtig stellen. Es ist nicht das umsorgt werden innerhalb meiner Familie, meine Kinder kümmern sich keinen Deut darum, leben ihr Leben und sollen das tun. Bei meinem Mann ist es anders. Er hat schon 3 Kollegen deren Frauen an Brustkrebs gestorben ist und weicht mir nur dann von der Seite wenn er einen Auftrag hat, ansonsten ist er nur zu hause – seit fast 2 Jahren. Im vergangenen Jahr bat ich ihn doch mit meinem Sohn in Urlaub zu fliegen, aber er meinte er könne mich nicht alleine lassen. Dabei wäre ich nicht alleine gewesen, meine Tochter häte sich für die Zeit weniger verabredet oder eben bei uns, aber nein mein Mann wollte nicht. Schlimm ist wie ich mitkriege, wie mein Mann auch immer elender wird. Er hat mehrere Bandscheibenvorfälle, chroniche Magengeschwüre die regelmäßig aufgehen, aber nein er macht und tut und das beunruhigt mich. Er versteht es nicht, das ich mir Sorgen um ihn mache. Manchmal abends wenn wir andere Programme sehen wollen schaut er in der Wohnküche und ich im Wohnzimmer und wenn ich dann mal unvermutet in die Küche muss, weil ich mir einen Kaffee oder neue Zigaretten :-( holen will, sehe ich gleich von der Tür aus, wie er den Kopf in die Hände gelegt hat und Tränen über seine Wangen laufen aus Angst um mich. Dann gehe ich leise zurük, damit er mich nicht bemerkt und später polternd laut wieder zur Küche und dann sitzt da wieder der Strahlemann. Es tut mir unendlich leid, wie sehr er leidet, wie er Angst hat ich könnte bald sterben. Das betüddeln wollen sind mehr die Leute mit denen ich zusammentreffe wenn ich mal zur Klinik oder zum Arzt fahre und anschließend je nach Wohlbefinden irgendwo eine Kaffe Tasse trinken gehe. Ihre Blicke, wenn sie über mich Bescheid wissen sind so, wie ich sie mir vorstelle, das sie sein werden wenn ich mal aufgebahrt bin. Es ist auch so, dass ich jedem sage, bitte schon vergessen ich bin die Elke und ich möchte wie die Elke behandelt werden! Ich habe mich nicht verändert, ich bin immer noch ich. Aber sie wollen oder können es nicht begreifen. Dabei gehe ich so offen damit um und vor allen Dingen habe ich doch gar keinen Krebs mehr (sagen die Ärzte) es sind halt die Verletzungen der anderen Organe die mich krank sein lassen. Das ist zwar eine Folge der Krebsbehandlung ud auch nicht mehr zu regenerieren, lässt mich halt kein freies Leben führen, sondern ein Leben eingeschlossen in meinen 4 Wänden, aber das haben doch viele Menschen.
    Da ist meine Krankenkasse ganz anders, die versucht mir Steine in den Weg zu legen wo sie nur können. Sie haben umstrukturiert so dass ich keinen persönichen Sachbearbeiter habe, sondern immr an jemand anderes gerate. Für die alberne Anschlussreha muss ich tausend dinge erledigen, da kann ich mich dann so richtig festbeissen und ihnen sagen was ich davon halte und das es nicht Rechtens ist und das ich eine Etage höher gehe. Hier habe ich den alltäglichen Kampf den ich brauche um zu merken, eh Elke,  jetzt ist wieder Eigeninitiative gefragt und da blühe ich auf. So zum Schluss noch an Andrea 2. Ich war bereits auf Deiner Seite und habe mich verewigt und wegen den anderen Sachen schreibe ich Dir eine Nachricht, so wie Du mir auch eine geschickt hast. Liebe M00nica, Du hast die richtigen Worte gefunden und ich glaube wir haben trotz des Altersunterschiedes einiges gemeinsam. Liebe Rainbow, ja meine Freundin hat es gut gemeint, weil sie einfach will, das wir uns nochmal sehen und ich bin ihr auch dankbar. Es war auch nur ein Beispiel von vielen. So nun noch Du "by Andrea" (ist etwas kompliziert gleich 2 mal Andrea in einem zu antworten, aber wie kennen uns so gut, dass ich genau weiss, dass Du genau verstehst, was ich ausdrücken will. So nun kommt die große Knutschparty :-))) ich drücke Euch alle ganz lieb und wünsche Euch einen schönen, sonnigen Sonntag.
    Herzliche Grüße Elke

    15. März 2008 um 21:27

  4. Andrea

    Liebe Elke,
    am Mittwoch war ich etwas krank und war da schon genervt weil mein Mann bei jeder Kleinigkeit die es zu erledigen galt mir sagte: lass das, ruh dich aus, ich mach das schon. Ich bin wütend geworden und hab ihm gesagt er soll mich in Ruhe lassen.Wenn ich mir jetzt vorstelle mir würde es so gehen wie dir, würde ich ausrasten und alle vor die Tür setzen wenn sie mich derart betüteln würden. Ich finde auch wenn man krank ist kann man doch selber bescheid sagen ob man nun gerade Hilfe braucht. Man braucht niemanden der einen von vornherein zum nichts Tun verdammt. Da kommt man sich ja noch kränker vor als man sowieso schon ist :(
     
    drück dich  Andrea

    15. März 2008 um 18:40

  5. Rainbow

     
    Hallo Elke,
     
    leider sind viele Menschen unsicher im Umgang mit Menschen die Krebs, Aids, Hepatitis oder eine andere Krankheit haben, die sich sichtbar auf die erkrankte Person auswirkt. Diese Unsicherheit kommt bestimmt zum einen Teil daraus, das man niemanden verletzen will und hilflos dem Problem der Krankheit des anderen gegenübersteht. Selbst wenn man sich ein Bein ausreißen würde, man kann nicht helfen. Der andere Teil ist der, das sich viele abwenden. Niemand möchte einen Spiegel vorgehalten haben. Man denkt: *Hey, das könnte jetzt auch ich sein!*. Man Wird auf einen Gedanken gebracht, den man doch eigentlich gar nicht haben will…
     
    Deine Freundin hat es bestimmt nur gut gemeint, damit Du Dir nicht gedanken machen musst, darüber, wie Du zu ihr kommst, wen Du fragen kannst, oder ob Du Dir für so eine Fahrt einen Mitwagen leisten willst/kannst. Aber ich kann es auch verstehen, das Du in dieser Beziehung ziemlich dünnhäutig bist… …doch versuche so etwas doch einfach anzunehmen, als nette Geste. :)
     
    Das die Zeit einem durch die Finger rinnt, das geht nicht nur Dir so… Aber die Zeit hat für Dich vllt eine andere Bedeutung…
     
    Ich wünsche Dir bessere Tage voller Licht… :)
     
    Liebe Grüße
    von
    Rainbow
     

    15. März 2008 um 15:39

  6. Andrea

    Liebe Elke, natürlich habe ich schon einmal mit Menschen zu tun gehabt, die behindert oder schwer krank waren, aber mir ist noch niemand begegnet, von dem ich vermittelt bekam, was er denkt. Du fragst, wie Du die Menschen um Dich herum behandeln sollst, damit sie Dich nicht so betütteln – sag es ihnen einfach. Erzähle ihnne, von Deinen Gefühlen, so wie Du sie aufgeschrieben hast. Sei behutsam dabei, denn sie wollen Dich nicht abhängig machen, sie wollen Dir Ihre Liebe zeigen, daß weißt Du aber selbst. Was soll ich Dir noch sagen, ohne Dich eher zu belasten, als dich zu erfreuen? Sage mir, worüber Du sprechen möchtest, bzw. wovon ich Dir schreiben soll. Und bitte, besuch doch manchmal meinen Blog, auch wenn er Dir sehr profan erscheint, eine ehrliche Kritik wie von Dir würde mich sehr freuen. Wobei Kritik ja nicht immer nur negativ sein muß. Ich würde gerne eine interessante Seite aus meinem Space machen. Hilfst Du mir? Womit? Mit Deinem Verstand und Deiner Ehrlichkeit. Ich werde nicht alles befolgen, manches werde ich auch hinterfragen – ich bin nämlich auch ehrlich und Du wirst meine Meinung zwar höflich aber dennoch ehrlich erfahren.  Ich würde mich sehr freuen.
     
    Ich habe einen guten Freund, dessen Blog ich auch recht häufig besuche, und dem ich auch sonst viele Mails schreibe,  dem wünsche ich immer einen Tag voller Sonnenschein, und daß er die Wärme der Sonne spüren möge – er liebt die Sonne und den Sommer, Dir wünsche ich, auch diesen warmen Sonnenschein und singende Vögel in Deiner Umgebung (die liebe ich sehr) und Kraft, vor allem Kraft, um noch genießen zu können. Ich habe aber aus deinen Texten geleseen, daß Du sie hast und sei nicht zu streng mit  uns übrigen Menschen, die Dir vieles abnehmen wollen,  sei einfadch ehrlich,  und sage, was Dich stört. Bedenke, sie wollen Dir alles erleichtern, und nicht Deine Seele belasten. Sag\‘ was Du denkst. Wir können das schon vertragen. Noch ein letztes Wort, ich finde es sehr gut, daß Du nicht in Selbstmitleid ertrinkst, daß macht alles nur noch schimmer – vielleicht erzähle ich Dir einmal woher ich diesse Weisheit habe, wenn Du es hören möchtest.
     
    Alles Liebe, viel Kraft und mach so weiter es gefällt mir sehr und nicht nur mir!
     
    Andrea

    15. März 2008 um 15:34

  7. Monika

    Ein Blog den du für dich geschrieben hast vielleicht…. wunderschön ausgedrückt … und in den meisten dingen finde ich mich wieder .. wenn auch bei mir auf eine ganz andere art und weise ….
    Ich versuche mich mal anders zu fassen indem ich dir kein Schönes Wochenende wünsche – das Gefühl von Zeitverlust kenne ich nur zu gut. Ich wünsche dir einen schönen Tag – und dass ein Tag kommt – ganz nach deinen Wünschen. Ich wünsche dir Sonnenschein in deinem Herzen der die kleinen Funken von Hoffnung auflodern lässt und alles zart Verborgene heraustreibt und wachsen lässt und eine leichte Brise im Kopf die alles Erdrückende ein stückweit wegbläst.
     
    Vielleicht sind es nicht die rechten Worte, aber das wünsche ich dir
     
    Liebe Grüße Mooni
     
     

    15. März 2008 um 09:33

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