Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum…

 

25_2kb

 

 

Wieso ist Eis mal weiß, mal klar?
Eigentlich ist es doch immer das Gleiche: gefrorenes Wasser. Aber warum sind Eisberge schneeweiß, die Eiswürfel aus dem Kühlschrank aber durchsichtig wie Glas? Welche Farbe hat denn Eis eigentlich?

Im Prinzip ist Eis durchsichtig, wie Wasser auch. Friert Wasser langsam, wird das Eis durchsichtig wie bei einem Eiszapfen. Aber wenn zwischen den Kristallen Luft eingeschlossen ist, erscheint das Eis weiß. Genau diese Lufteinschlüsse machen auch den Schnee weiß – und übrigens auch den Schaum von bunter Seife!

Und wieso macht die Luft Eis weiß? Licht wird am Übergang vom festen Aggregatzustand des Eises zum gasförmigen der Luft wie von einem Prisma in die Spektralfarben gebrochen. Folgen viele solcher Phasengrenzen aufeinander – Eis, Luft, Eis, Luft usw. – überlagern sich diese Spektren so oft, dass alle Farben wieder addiert werden und weißes Licht ergeben.

Woher kommt das Gerücht, dass Spinat besonders viel Eisen enthält?
"Junge, iss Spinat. Der ist gesund! Der hat besonders viel Eisen!". So hat’s Fossy-Mama dem kleinen Fossy gesagt. Und mal im Ernst: welches Kind isst deshalb lieber Spinat, weil die Vorstellung so toll ist, in eine Eisenbahnschiene zu beißen?

Spinat enthält gekocht etwa 2,2 mg Eisen pro 100 Gramm, im frischen Zustand etwas mehr. Dieses ist deutlich weniger als etwa Schokolade oder zahlreiche andere Lebensmittel enthalten. Warum hat das aber Fossy-Mama behauptet?

Ganz geklärt ist es nicht. Einmal wird gesagt, dass es sich um einen Kommafehler in der ersten Nährwerttabelle gehandelt habe.
Viel plausibler erscheint aber dieser Grund: Der Schweizer Wissenschaftler Gustav von Bunge soll im Jahr 1890 die erste Laboranalyse von Spinat durchgeführt und dabei einen Eisengehalt von 35 Milligramm pro 100 Gramm Spinat ermittelt haben. Ernährungsratgeber übernahmen diesen Wert und erklärten Spinat zum Eisenlieferanten Nummer eins. Allerdings hat man übersehen, dass sich Bunges Analyse auf Spinatpulver, also getrockneten Spinat, bezog. Da frischer Spinat zu 90 Prozent aus Wasser besteht, liegt der Eisengehalt von 100 Gramm Spinat mit 3,5 Milligramm nur bei einem Zehntel des angeblichen Sensationswerts.

Obwohl diese Behauptung bereits in den 1930er Jahren als Irrtum bekannt war, hat sie sich bis heute gehalten.

(Danke Fossi)

Herzliche Grüße Elke

 

Zurück zum Seitenanfang

 

Advertisements

Eine Antwort

  1. Goa

    Ich denke, daß  Popeye  sein Bestes dazu getan hat, dieses Gerücht aufrecht zu erhalten :)
     
    Liebe Grüße:)

    20. März 2008 um 12:50

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s