Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Ostergedichte

 

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Am Ostermorgen

 Ja, der Winter ging zur Neige,

holder Frühling kommt herbei,

lieblich schwanken Birkenzweige,

und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen

bei der Glocken Feierklang,

und auf oft betretnen Bahnen

nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale

tönt das Auferstehungslied,

und empor im Himmelsstrahle

schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole

wird das frohe Osterfest,

dass der Mensch sich Glauben hole,

wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,

fühlt von Anfang sich durchweht,

dass sein Sehnen und sein Hoffen

immer wieder aufersteht!

Saar, Ferdinand von  (1833-1906)

hase2

 

Liebes Häschen

Liebes Häschen, willst du morgen

uns für Ostereier sorgen?

Liebes Häschen, bring uns bald,

bunte Eier aus dem Wald.

Weiches Moos und grüne Ästchen,

holen wir für dich fürs Nestchen,

und daneben legen wir,

Gras und Klee zur Speise dir.

Und der Hund muß an die Kette,

und wir Kinder gehn zu Bette,

daß dir niemand bange macht,

wenn du leise kommst zur Nacht.

Unbekannt

hase2 

 

Die Sonne geht…

Die Sonne geht im Osten auf,

der Osterhas` beginnt den Lauf.

Um seinen Korb voll Eier sitzen

drei Häslein, die die Ohren spitzen.

Der Osterhas` bringt just ein Ei –

da fliegt ein Schmetterling herbei.

Dahinter strahlt das blaue Meer

mit Sandstrand vorne und umher.

Der Osterhas` ist eben fertig –

das Kurtchen auch schon gegenwärtig!

Nesthäkchen findet – eins, zwei, drei,

ein rot`, ein blau`, ein lila Ei.

Ein Ei in jedem Blumenkelche!

Seht, seht, selbst hier,

selbst dort sind welche!

Ermüdet leicht im Morgenschein

schlief Kurtchen auf der Wiese ein.

Die Glocken läuten bim, bam, baum

und Kurtchen lächelt zart im Traum.

Di di didl dum dei,

wir tanzen mit unsern Hasen

umfasst, zwei und zwei,

auf schönem, grünen Rasen.

Morgenstern, Christian (1871-1914)

hase2

 

Willkommen, Ostertag!

Willkommen, Ostertag!

Was soll denn das bedeuten,

Schneeglöckchen hübsch und fein?

Wir wollen nichts, wir läuten

ja nur den Frühling ein.

Bald wird es Sonntag werden,

und vor Gottes Altar

steigt aus dem Schoss der Erden

der Blumen bunte Schar.

Die grünen Augen brechen

dann auch in Busch und Hag,

und alle Blüten sprechen:

Willkommen, Ostertag

Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

 

Herzliche Ostergrüße Elke

 

 

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