Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Kürzester Tag des Jahres oder Erdbebennacht…Lächel!

 

 

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Es ist ein wunderschöner, fast sonniger Morgen (nur empfundene Wärme) und endlich höre ich nochmal die Vögelchen lieblich zwitschern. Es hört sich an als wollten sie mir verkünden: Tirili, tirili, der Winter ist vorbei. Eigentlich sollten wir heute die kürzeste Nacht des Jahres haben, aber davon zu sehen ist noch nichts. Kein Wunder, weil ich meine Uhren um eine Stunde vorgestellt habe und die Morgendämmerung doch noch eine Stunde Zeit hat um mir entgegen zu lachen. Darauf werde ich warten, und dem jetzt schon regen Gefieder zu hören. Irgendwie finde ich es seltsam, wieso die Vögelchen tatsächlich ohne Uhr, also auch ohne Uhrenumstellung heute früher anfangen zu zwitschern. Manchmal, wie an so einem Tag wie heute frage ich mich ob sie ein besonderes Gespür dafür haben, wobei ich Änderungen die nicht der Natur entspringen, sondern dem menschlichen Tun. Von meinen Schäferhunden weiß ich, dass sie ein sehr ausgeprägtes Gespür für Gefahren haben. Als vor einigen Jahren das Erdbeben bei uns war, waren meine Hunde schon Stunden vorher aufgeregt, gaben keine Ruhe, wollten immer in unserer Nähe sein. Beschützerinstinkt oder ein Angstgefühl, weil sie die Vorahnung nicht zuordnen konnten. Die Lösung kam dann mitten in der Nacht als mein Mann und ich hochschreckten, geweckt durch eine unheimliche Bewegung unseres Bettes – wir fühlten uns wie auf einer Schiffschaukel. Es war kein schönes Gefühl es gehörte einfach nicht hier hin. Wir sprangen regelrecht aus dem Bett und stürmten erst mal ins Wohnzimmer, wo ich den Fernseher anmachte um zu hören was los war. Mein Mann ging auf die Terrasse und unterhielt sich mit unseren Nachbarn die ebenfalls erschreckt nachschauen wollten, was los sei. Im Fernseher kam erst mal gar nichts und ich entschloss mich,  nachdem ich nach den Kindern gesehen hatten, die aber in ihrem Kindlichen Gottvertrauen, den Schlaf der Gerechten schliefen. Gott sei Dank. Nun ans Telefon die 110 gewählt, aber, wie ich mir eigentlich hätte denken können, gab es kein durchkommen. Die Sirenen die dann alle zur gleichen Zeit losgingen machten mir noch mehr Angst und ich setzte mich weiter vor den Fernseher; Sie mussten uns doch eine Meldung durchgeben. Mir kam alles Möglich in den Sinn; eine große Explosion, weil die Nachbarn einen lauten Knall hörten ehe das Bewegen des Hauses einsetzte, ein Großfeuer, ein schlimmer Unfall, Flugzeugabsturz, Bahnzusammenstoß  oder gar einen Anschlag oder Krieg? Alles, alles kam mir in den Sinn nur kein Erdbeben. Dann endlich wurden wir durch die Medien aufgeklärt und langsam beruhigten sich unsere Gemüter. Unser direkter Nachbar erzählte uns dann, dass bei ihnen Schranktüren aufgegangen seien und Porzellan herausgefallen war. (Eine kleine Ausschmückung?) ich weiß es nicht. Bei uns jedenfalls war nichts dergleichen geschehen. Da die Medien noch von eventuellen Nachbeben sprachen, war die Nacht für mich vorbei. Mein Mann ist da anders, als er wusste was es war ging er zurück ins Schlafzimmer und tat es meinen Kindern gleich; Er schlief den Schlaf der Gerechten. Meine Augen hingen an dem Mund des Nachrichtensprechers und ich hörte erste gravierende Schäden, Rex, meinen älteren Schäferhund links von mir Kay rechts, ich in der Mitte. Um beide Hunde, aber auch mich ein wenig zu beruhigen kraulte ich ihr Fell. Das tat gut uns allen Drei. Ich konnte es einfach nicht verstehen, wie mein Mann einfach wieder ins Bett gehen konnte und auch gleich wieder einschlief. Oh, …

Jetzt bin ich aber gewaltig vom ursprünglichen Thema abgekommen und habe nicht mal mitbekommen wie sich die Morgendämmerung eingeschlichen hat. Von Sonne natürlich immer noch nichts zu sehen, aber so wie der Himmel aussieht – kleine hellere, nur vereinzelte und nicht nach Regen aussehende Wölkchen, lassen erahnen, dass es ein schöner Tag wird. Hoffentlich wird es endlich auch mal etwas wärmer. Euch auf jeden Fall wünsche ich einen wunderschönen Sonntag und eine nicht zu anstrengende Woche. Meine Sprunghaftigkeit in diesem Eintrag, lege ich unter Künstlerische Freiheit ab. J

Herzliche Grüße Elke

 

 

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2 Antworten

  1. Elke

    Liebe Geli,
    wieder ein Thema, wo wir uns Stunden austoben könnten – gell :-))) … aber mal ehrlich, in der Schule hätte ich damit eine glatte 6 bekommen… fett Unterstrichen und knallig Rot… Thema total verfehlt. Lach mich wech… aber ich bin halt so und so viel gibbet auch nicht zu sagen über Sommer- oder Winterzeit nur das sie nachgewiesener Maßen mumpitz ist, also keinen Sinn  macht, außer unsere innere Uhr durcheinander zu bringen. Mein Sonntag ist heute so wie Gott es gewollt hat. AN DIESEM TAGE SOLLST DU RUH\’N.
    Schicke Dir auch ein paar liebe Grüße und höre auf Gott und tu einfach nix…

    30. März 2008 um 15:30

  2. Goa

     
    Èin Erlebnis, was einen daran erinnert, wie klein und zerbrechlich man gegenüber der Naturgewalt ist. Hier in der Lüneburger Heide war vor 3 Jahren ein leichtes Beben. Meine Drachenpalme zitterte mit ihren Blättern und meine Vitrinentür öffnete sich (…jedoch hatte diese ein defektes Schanier;)
    `war ganz schön unheimlich, wenn auch interessant.
     
    Liebe Grüße und einen tourbulenzfreien Sonntag wünsche ich Dir:)
     

    30. März 2008 um 13:05

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