Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Herüber zog eine schwarze Nacht…

 

Sturm in der Nacht

 

Herüber zog eine schwarze Nacht
 
 

Herüber zog eine schwarze Nacht.
Die Föhren rauschten im Sturme;
Es hat das Wetter wild zerkracht
Die Kirche mit ihrem Turme.
 
Zerschmettert das Kreuz; zerdrückt den Altar;
Zermalmt das Gebein in den Särgen –
Die gotischen Bögen wälzen sich
Donnernd hinab von den Bergen.
 
Zum Dorfe stürzt sich Turm und Chor
Als wie zu einem Grabe –
Da fährt entsetzt vom Lager empor
Und spricht zur Mutter der Knabe:
 
"Ach Mutter, mir träumte ein Traum so schwer,
Das hat den Schlaf mir verdorben.
Ach Mutter, mir träumte, soeben wär‘
Der liebe Herr Gott gestorben."
 (
Georg Herwegh (1817-1875))

 

Herzlich Grüße Elke

http://gutenberg.spiegel.de/autoren/herwegh.htm

 

 

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