Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum…

 

 

bz09327Woher kommt die Redewendung "ein X für ein U vormachen"?

‚Ein X für ein U vormachen‘ heißt damals wie heute: jemanden betrügen, hereinlegen wollen.
Denn das U wurde früher als V geschrieben. V und X waren sowohl Buchstaben, als auch römische Zahlzeichen (V = 5, X = 10).
Ein Geld verleihender konnte also auf dem Schuld-Papier durch die einfache Verlängerung der Linien aus einem V (U) ein X machen, damit also den Schuldnern betrügen (aus 5 wird 10).
Böse Welt!

 

bz09327Was ist ein "Zankapfel"?

Der Begriff Zankapfel beschreibt umgangssprachlich den Kern eines strittigen Themas, den zentralen Punkt der Auseinandersetzung. Also ein Streitobjekt.

Zu seinem Namen kam er durch die griechisch Mythologie:
Weil Eris (die Göttin der Zwietracht) zur Hochzeit von Peleus und Thetis nicht eingeladen worden war, warf sie einen Apfel unter die Gäste, der die Aufschrift trug: "der Schönsten". Anwesend waren auch die 3 Göttinnen: Hera, Athene und Aphrodite. Wie eitle Frauen halt so sind stritten sie heftig um den Titel, die schönste der Frauen zu sein. Ein trojanischer Königssohn namens Paris sollte den Streit entscheiden. Er tat es und wählte Aphrodite, die ihm dafür die Zuneigung der Helena versprach und auch verschaffte. Dies löste den Trojanischen Krieg und den Fall Trojas aus.

Also musste Troja fallen, weil so eine depperte Göttin nicht zu einer Hochzeit eingeladen war! Weiber! :-)

 

bz09327Was ist ein "Schlitzohr"?

Also wenn man den Begriff nachliest, dann vergeht es einem! Zum Glück lebe ich heute und nicht im Mittelalter!!!

Gemeint ist mit einem "Schlitzohr" einen gerissenen, durchtriebenen Burschen, der betrügerische Absichten zeigt. Allerdings schwingt heutzutage auch oft, je nach Diktion, eine Portion Anerkennung in diesem Ausdruck mit.

Aber im Mittelalter bis weit in die Neuzeit war das ganz anders. Da war das Schlitzen der Ohrmuschel eine weit verbreitete Art des Schandmals. Neben der unmittelbaren Bestrafung durch Schmerzen bestand der Zweck darin, die Schande der betreffenden Person für alle Zeit kenntlich zu machen.

Für was es alles solche Strafen gab ist ein eigenes Kapitel. Mir ist ganz schlecht geworden. Neben vielen anderen schrecklichen Dingen habe ich gelesen, dass jemandem, der beim Lauschen an einer Tür ertappt wurde, die Ohrmuschel daran genagelt wurde. Folglich musste er sich irgendwann losreißen. Aua! Und das fürs Lauschen an der Türe!

 (danke Fossi) 

Herzliche Grüße Elke

 

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Eine Antwort

  1. raphaela

    hallo guten Morgen liebe RKR
     
    sehr kritischer Text…..grins…….aber so sind die Menschen nun halt mal , der eine mehr der andere weniger…..
     

     
    Menschen treten in unser Leben und begleiten uns eine Weile.
    Einige bleiben für immer,denn sie hinterlassen ihre Spuren in unseren Herzen. (Flavia)

    9. April 2008 um 09:35

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