Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Termine, Termine, Termine… (KtgB)

 
 
 
 
 
Leider hat es wieder mal nicht geklappt mit meinem Arzttermin. Vergangene Nacht war ich noch einigermaßen zuversichtlich, obwohl ich einfach nicht einschlafen konnte. Aber so geht es mir immer , wenn ich amfolgenden Tag einen Termin habe, wobei es keine Rolle spielt was für einen Termin ob Arzt, Klinik oder privat. Manchmal nervt es mich doch und macht mich unglücklich, dass ich einfach nie weiß wie es mir am Termintag geht. Ich habe meine Tränen nicht zurückhalten können heute Morgen, wollte ich auch nicht – meine Wut über mich musste einfach mal raus. Diese vermaledaiten Betablocker, die ich für mein Herz nehmen muss senken meinen eh schon zu niedrigen Blutdruck noch mehr, da ist es kein Wunder, wenn mein Kreislauf versagt. Meine ganze Hoffnung liegt jetzt bei meinem Kardiologen, dass er mir die Tablette absetzt. Eigentlich habe ich keine spürbaren Herzbeschwerden mehr und da wäre es doch naheliegend mir die Betablocker abzusetzen oder zumindest zu reduzieren. Doch bei meinem Glück wird mir der Arzt wohl sagen, dass ich keine Beschwerden mehr habe, gerade weil ich die Tabletten nehme. Das wird sich Ende Juni zeigen wenn ich bei ihm bin. Meine Lungenärztin ist Gott sei Dank so weitsichtig, dass sie genau weiß, dass wenn ich einen Termin absage, es auch nicht anders geht. Wenigstens brauchte ich mir darüber keine Gedanken machen. Gleich um 8°° Uhr rief ich an und man sagte nur freundlich, das sie mir Gute Besserung wünschten und gaben mir schnellstmöglich einen neuen Termin für den 6. Mai. Das ist ein Rekord, denn die Wartezeit für Termine Liegen bei ihr so um die 8-10 Wochen. Nun bin ich doch schon ein wenig deprimiert, aber dafür habe ich da ich einmal das Telefon in der Hand hatte gleich in der Klinik angerufen und mir den Termin für die Port-Op  geben lassen. Wenn der Port endlich draussen ist, brauche ich nicht mehr in die verhasste Klinik. Ich habe mir sogar in 2 Kliniken einen Termin geben lassen. Den einen in der Klinik in Bergisch Gladbach und den anderen im Klinikum Holweide. Ich muss noch darüber nachdenken wo ich die Op machen lasse – für Berg. Gladbach spricht, dass sie mir den Port auch damals eingesetzt haben, aber dort muss ich ein paar Tage vorher zu einem Aufklärungsgespräch und für das Klinikum Holweide spricht, das ich ihnen mehr vertraue und das Gespräch und die Op an einem Tag gemacht bekommen würde. Nun ich habe ja noch eine Weile Zeit um mit mir auszuhandeln wohin ich letztendlich gehe. Ach, wenn meine Psyche nicht immer so angegriffen würde mit all meinen Terminen und der Angst irgeneinen wieder nicht einhalten zu können. Im Moment bin ich stolze Besitzerin von insgesamt 9 Terminen und da soll man nicht durcheinander kommen. Montag fängt es an mit Blutkontrolle für das CT , dann folgen 2.5. Gespräch über Op; 6.5.  Lungenärztin; 6.5. Klinik Bergisch Gladbach, Portspülen;  7.5. Op; 8.5. CT; 8.5. Mamographie; 3.6. Kardiologe; 24.6. Augenarzt. Weitere Termine habe ich Gott sei Dank noch nicht, aber ich glaube das reicht auch erstmal. Was die Reha betrifft, weiß ich auch nicht ob es klappen wird, weil ich wahrscheinlich noch eine größere Op vor mir habe, aber das weiß ich erst wenn ich das Ergebnis von der CT-Untersuchung habe. Das ist alles ein wenig viel vor allen Dingen die 5 Termine an 3 aufeinander folgenden Tagen bei verschiedenen Ärzten. Dann bin ich gefordert von einem Termin zum anderen zu hetzen und das wird mir sehr schwer fallen, weil mein Allgemeinzustand doch zu wünschen übrig lässt. Und hier setzt wieder mein, wenn auch sehr geringes aber vorhandenes Selbstmitleid ein, und es kommt wieder die Frage in mir hoch warum? Nicht warum ich, sondern warum alles so massiv? Werde ich jetzt bestraft dafür, dass ich mich in den letzten Jahren nur um meine Eltern und nicht um meine Gesundheit gekümmert habe? Aber das Pflegen der Eltern ging eindeutig vor, da werde ich eine gegenteilige Meinung auch nicht akzeptieren! Na ja, jedenfalls bin ich einfach nur noch durcheinander und darunter leidet meine Psyche oder wie ich es lieber sage meine Seele. Sie kommt bei allem zu kurz, kann sich nicht so schnell auf immer neue Situationen einstellen. So manches Mal habe ich mir schon gedacht, wäre doch endlich alles vorbei. Genauso gut liebe ich aber das Leben und möchte es für sowas nicht hergeben – nein ich bin da ein wenig wie meine Mutter, eine Kämpfernatur. Aufgeben ist kein Wort welches in meinemWortkabular vorkommt und eigentlich bin ich bis heute gut damit gefahren. Was soll es, bald ist die Hektik mit den Terminen auch vorbei und irgendwann bin ich wohl auch genug auseinander genommen worden von den Ärzten, so dass auch dadurch ein wenig Ruhe eintritt. Wenn die CT Untersuchung gut ausgeht und ich Krebsfrei bin, will ich schon zufrieden und glücklich sein.
 
Etwas Erfreuliches kann ich aber berichten von meiner Freundin. Sie hat es endlich gepackt, ist in eine Klinik gegangen und ist sogar in die 21 tägige Motivationsgruppe aufgenommen worden. Das gibt mir ein gutes Gefühl, denn es hat mich einiges an Nerven und Gefühl gekostet.
 
Herzlich Grüße Elke

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Eine Antwort

  1. Ewa-Janina

     Liebe Elke ,
     so ist in Leben , auch mit meine heutige termin hat nicht geklappt , nächste ist am den 5 mai , aber ? man muss geduld haben !!
     ich wunsche dir von meine Ganze Herz – erholsame , sonnige , warme wochenende ,
    lass sich herzlich drücken von mir -ewa

    25. April 2008 um 10:51

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