Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum?…

 
 

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Warum sagt man: auf großem Fuß leben?


Wenn man auf großem Fuß lebt, dann meint man, dass jemand einen aufwendigen Lebensstiel hat. Und diese Redewendung hat eine nett Geschichte: die beginnt im 12. Jahrhundert. Da lebte der Graf von Anjou (Geoffrery Plantagenet) und der war mal so richtig reich und zudem noch sehr eitel. Durch sein Geld und seine Eitelkeit war der Graf zu dieser Zeit für viele ein modisches Vorbild.
Und weil er sehr eitel war, machte ihm eine Sache schwer zu schaffen: Er hatte eine dicke Geschwulst an einem Fuß und daher passten ihm die vornehmen Schuhe nicht, die damals in Mode waren.
Deshalb beauftragte er einen Schuster, ihm neue Schuhe zu fertigen. Der entwarf lange Schnabelschuhe, in denen die Verformung am Fuß nicht auffiel. Und dann passierte das, was wir auch heute noch erleben: Wenn ein modisches Vorbild etwas Neues und Besonders trägt, dann wollen es viele andere auch haben. Und so wollten viele Leute auch so große Schuhe tragen!
Weil das sich aber nur die reichen Leute leisten konnten, wurde die Größe der Schuhe ein Symbol für die Stellung in der Gesellschaft: Je größer die Schuhe, umso reicher und angesehener war man.

 

Woher kommt die Redewendung ‚Etwas ausbaden müssen‘?


Wenn ich meinem Opa Glauben schenken darf, dann war es früher durchaus üblich nacheinander im selben Badewasser zu baden. Wasser warm zu machen und Badeseife war teuer und nur gut situierte Leute konnten sich das einmal in der Woche leisten! Geschweige denn, dass man jeden Tag – puhhh, nicht dran zu denken!!!
Schon bei Hans Sachs, dem Meistersinger (*1494 †1576) steht, dass es zu seiner Zeit üblich war, dass mehrere Personen nacheinander dasselbe Bad (Badewasser) nutzten. Und natürlich war der letzte Badegast dabei besonders schlecht dran: das Wasser war nicht mehr heiß, allenfalls noch warm und einfach nicht mehr so frisch wie beim ersten. Zudem musste der Letzte das Wasser auch noch ausgießen und das Bad säubern. Sozusagen musste der Letzte der Hierarchie ordentlich alles "aus"-baden, was andere vor ihm genossen haben!
Hey Leute, wir können soooo froh sein, dass wir heute leben und duschen und baden können wann wir wollen!!!

 

Woher kommt die Redensart "schimpfen wie ein Rohrspatz"?


Zuerst klären wir mal, dass der Rohrspatz gar kein Spatz ist. Der Rohrspatz ist eigentlich die Rohrammer (Emberiza schoeniclus), der etwa 13 bis 16 cm lang wird und normalerweise in mittleren bis großen Röhricht- und Schilfflächen von Feuchtgebieten lebt. Der Gesang der Rohrammern hat Anlass zu der Redensart "schimpfen wie ein Rohrspatz" gegeben, denn wenn sie an erhöhter Stelle – häufig schräg am Halm – mit unvermittelt gespreiztem Schwanz sitzen und ihr stotteriges-kratzend-klapperndes "zja-tit-tai-zi-i" vortragen, dann klingt das so, als wenn sie lauthals schimpfen.

 

Woher kommt die Redewendung "Nur Bahnhof verstehen"?


Heute hat es die Bedeutung, nichts von dem Gesagten oder von Erläuterungen zu verstehen. Ursprünglich hieß das aber "Ich missbillige was du sagst und will nichts anderes mehr hören!", denn die kriegsmüden deutschen Soldaten des ersten Weltkrieges haben oftmals die Gespräche mit Kameraden, die sich nicht um die Heimfahrt (Urlaub …) drehten, mit diesem Hinweis (‚Ich verstehe nur Bahnhof‘ = (Ich will das nicht hören)) abgebrochen

(Danke Fossi)

 

Herzliche Grüße Elke

 

 

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