Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Sternenlos…

 

 

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Wie schon so oft stehe ich am Fenster und schaue zum Himmel, dort wo sonst so oft in der Nacht Sterne zu sehen sind erblicke ich eine schwarze Wand – keinen Mond, keine Wolken, keine Sterne nur eine schwarze Wand.

Ich möchte mich wieder abwenden doch irgendwie bin ich nicht fähig weg zu sehen, eine Faszination wie ich sie selten erlebt habe ergreift Besitz von mir. Es scheint als würde mein Blick wie durch einen Magneten angezogen – aber wodurch? Ein wohliges Gefühl überkommt mich, es ist wie Heimat, wie zu Hause sein, und langsam weicht die schwarze Wand. Wie durch Nebel sehe ich mein bisheriges Leben, nicht so als wäre es vorbei, nein irgendwie als würde es noch einmal beginnen. Doch ich bin nur Betrachter. Ein kleines Mädchen mit dunkelblonden Haaren tanzt auf einer Wiese herum singend bückt es sich immer wieder um ein wildwachsendes Blümchen zu pflücken. Als es genug für einen kleinen Strauß gesammelt hat läuft es zu seinen Eltern die nicht weit entfernt auf einer Decke im Gras sitzen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Plötzlicher Szenenwechsel; Ein unheimliches Haus mit angstmachenden Geräuschen, das kleine Mädchen liegt auf einem Perserteppich, den seine Eltern mal von herumfahrenden Zigeunern gekauft hatten und macht bei Musik, damit die Geräusche nicht zu stark in ihr Bewusstsein dringen, ihre Hausaufgaben. Kein gutes Gefühl – Einsamkeit.

Wieder wechselt die Szenerie; ein Teenager, langes mittelbraunes Haar lenkt einen kleinen Wagen durch die Stadt, hält vor einem großen unpersönlichen Gebäude, eine Schule. In einer schwarzen langen Hose zu den Füßen hin weit ausgestellt und einem weißen, gerippten Rollkragenpullover geht es auf das Gebäude zu.

Ich schrecke zusammen, einer meiner Kinder kommt in die Küche unterbricht meinen Wachtraum. Das Heute hat mich wieder.

Es war eine schöne wenn auch kurze Reise in die Vergangenheit, die ich noch verarbeiten muss.

 

Herzliche Grüße Elke  

 

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Eine Antwort

  1. Kerstin

    Liebe Elke,
    ich habe gerade deine Geschichte gelesen. Wenn man sie liest kriegt man eine Gänsehaut. Sie beschreibt (d)ein Leben…als Kind behütet, hüpfend über eine Wiese im Schutz der Eltern aufgewachsen. Später Streit, Verlassensangst, allein zu haus… im übertragenden Sinn, trotzdem bleibt das kleine Mädchen brav u geht seinen Weg.
    Die Nacht, der Himmel ohne Sterne, wenn dort hinaufschaut – sieht man Bilder aus vergangenen Tagen – es ist nicht beschreibbar, aber das Dunkel absorbiert u reflektiert…
    Eigentlich haben wir unsere Vergangenheit hinter uns. Alles scheint in Ordnung. Und doch machen wir diese Zeitreisen, warum?, Gibt es vielleicht unterbewusst ein "Zimmer" in uns, was nicht aufgeräumt ist? Oder sehen wir parallelen zu unserem derzeitigen Leben, hm…
    diese Geschichte ist schön und macht sehr nachdenklich…
    ich wünsche dir einen schönen Sonntag…viele Grüße Kerstin

    4. Mai 2008 um 09:45

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