Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Der Port ist raus, hurra… (KtgB)

 

 

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Mittwoch Morgen, es geht mir erstaunlicher Weise gut obwohl ich den Termin in der Klinik habe um meinen Port entfernen zu lassen. Gleich nachdem ich mich in der Ambulanz gemeldet habe wurde mir gesagt, ich brauche nicht sehr lange warten, solle aber bitte noch einen Moment Platz nehmen. Jetzt war es mir doch schon ein wenig komisch. Darauf zu warten, dass man an mir herum schneiden würde und das ohne Narkose so einfach ganz ohne OP-Saal. Ich dachte an die Zeit vor zwei Jahren, als mir der Port eingesetzt wurde. Morgens in die Klinik, umziehen für den OP, runtergefahren werden und die Nadel gesetzt bekommen wodurch das Narkosemittel laufen sollte. Im Vorraum schon eine Spritze in den Arm damit ich langsam dahin dämmerte. Nach der „OP“ dann wieder aufs Zimmer, Wunde kühlen und 2 Stunden im Bett liegen bleiben. Genau so sollte der Ablauf in dieser Klinik sein beim entfernen des Ports. Gott sei Dank habe ich mich für eine andere Klinik entschieden und wartete nun ziemlich gespannt darauf was auf mich zukam. Es dauerte wirklich nicht lange und eine junge blonde Ärztin kam auf mich zu und stellte sich ganz freundlich vor. Nahm mich mit in den Behandlungsraum, sah sich meinen Port an und meinte nur, dass er mich doch wirklich stören müsse so dürr wie ich sei und so weit wie der Port draußen stehe. Während ich meinen Oberkörper ganz frei machte und mich auf die Liege begab erklärte mir die sympathische Ärztin ganz genau was sie machen würde. Mein Vertrauen in diese Frau war so stark, dass ich keinen Augenblick Angst verspürte. Nachdem ich den Aufklärungsbogen unterschrieben hatte, bekam ich gleich die örtliche Betäubung, die so wie man mir sagte etwas weh tun würde, was aber nicht der Fall war. Das Umfeld um den Port war mit einem grünen Tuch abgedeckt, so wie bei einer Operation. Ich spürte nichts von der Betäubung, kein Taubheitsgefühl, kein Kribbeln – nein gar nichts. Ich hätte gerne zugesehen bei dem Eingriff, aber so hoch konnten sie das Kopfteil der Liege nicht machen so dass ich nur die Hände der Ärztin sehen konnte. Den Schnitt wollte sie so klein wie möglich machen, also wesentlich kleiner als beim einsetzen und natürlich auf der alten Narbe. Zwischendurch meinte sie ob ich irgendwelche Blutverdünnende Medikamente bekäme weil ich verhältnismäßig stark blute, aber das konnte ich verneinen. Irgendwie hat sich das dann auch gegeben und während wir uns unterhielten merkte ich gar nicht wie die Zeit verging. Ich meine es hat sowieso nicht lange gedauert, aber es kam mir vor wie 3 Minuten, als sie sagte; ‚so nun nur noch vernähen und dann haben sie es geschafft.‘ Noch ein Druckpflaster auf die Stelle und schon war ich fertig. Doch ein wenig erleichtert meinte ich, schade das das einsetzen nicht auch ohne OP und Narkose geht und war doch ziemlich überrascht als sie mir sagte, dass bei ihnen das Einsetzen genauso gehe. Ja ja, die Klinik Bergisch Gladbach macht halt immer mehr mit einem als Not tut. Wiedermal habe ich mir geschworen nur noch hier in das Klinikum Holweide zu gehen. Zu Hause sollte ich die Stelle noch ein wenig kühlen, bekam noch 3 Schmerztabletten mit, für die Zeit wo die Betäubung nachließ, bekam für den nächsten Tag um 8 Uhr Morgens einen Termin, damit noch mal nachgesehen werden konnte und war dann auch schon entlassen. Erst mal suchte ich das Klinikcafe auf und gönnte mir zwei Brötchen und einen Kaffee und freute mich, dass ich keine Schmerzen hatte. Allerdings änderte sich das in der nächsten halben Stunde, aber sie waren gut auszuhalten, so dass ich natürlich keine Tablette nahm. Was noch so toll war, womit ich gar nicht gerechnet hatte war, das mein Oberarm seit 2 Jahren das erste Mal nicht mehr wie betäubt war. Wenn ich darüber gestrichen habe war es wie bei meinem anderen Arm. Das war eine Freude, die da in mir aufstieg, endlich wieder ein normales Gefühl in dem Arm zu haben. Nun alles in allem Eingriff, Kaffeetrinken und die Wege hin und zurück haben gerade mal 2 ein halb Stunden ausgemacht. Die Schmerzen wurden auch nicht stärker, allerdings legte ich mich zu hause gleich hin – ich war schon irgendwie geschafft, zumal ich den Tag vorher ja so einen Gewaltmarsch hinter mir hatte.

Donnerstag ging ich dann zur Kontrolluntersuchung und alle waren zufrieden. Um die Stelle des Eingriffs war ich zwar großflächig blau gefärbt, aber das ist nun mal so. Heute ist wieder alles fast normal. Die Fäden bekomme ich dann bei meiner Frauenärztin gezogen, irgendwann kommende Woche. Glück pur. Ich kann es nicht begreifen, aber im Moment bin ich einfach auf einer Glücksspur. Ich bin meinem Gott so überaus dankbar, dass er es zur Zeit so gut mit mir meint, ich kann es gar nicht in Worte fassen. Und dann noch das sonnige Wetter was will ein Mensch denn mehr? Nichts. So, dass waren erst mal die Fakten! Über meine Gefühlswelt schreibe ich dann ein anderes Mal, nicht heute, nicht Morgen irgendwann kommende Woche…

 

Herzliche Grüße Elke

 

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2 Antworten

  1. Sternchen

    Das liest sich sehr gut, man kann sich richtig mitfreuen und die Erleichterung spüren! LG Sternchen

    12. Mai 2008 um 11:30

  2. Reni&P.

    Super, dass es dir gut geht. Jetzt geht es nur noch aufwärts. Das weiß ich  ;)
    Viele Grüße
    Reni

    11. Mai 2008 um 00:33

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