Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Mondnacht ohne Mond…

 
 

Mondnacht ohne Mond…

Es war eine dunkle Nacht ohne Mond, zumindest nicht sichtbar für das menschliche Auge, ich  überlegte mir wie es wäre, meiner ungebändigten Lust nachzugeben und auf den Mond zu fliegen. Irgendwie stellte ich es mir schön vor, der Sonne der Nacht so nah zu sein. Je intensiver ich in den schwarzen Himmel schaute, desto mehr und mehr versank ich in ihm, wurde regelrecht aufgesogen und war so meiner Lust ein gutes Stück näher gekommen. Es war ein warmes Licht, das mich empfing, ganz anders als ich es kannte, von der Betrachtung des hellgrellen Gelbes des Mondes, wenn er abends am Himmel stand. Hier umschmeichelte es mich, es war wie eine zarte warme Berührung. Es nahm mich liebevoll auf, nicht als etwas Fremdes, als Freund. Ich konnte nur erahnen wie er aussah, konnte weder „Sand, Krater oder Felsen“ sehen, sondern sah ein Gefühl. Es ist unbeschreiblich ein Gefühl zu sehen, es ist so fremd und doch so vertraut. Ich kam mir vor als sei ich gerade in eine liebevolle Familie hineingeboren. Mich umgab ein streichelnder Nebel, der mich an die ersten Tage auf der Erde, in den Armen meiner Mutter, erinnerte und meine Seele zum lächeln brachte. Es war einfach nur gut es zu erleben, es zu fühlen. Ich war so glücklich so unbeschwert, wollte meine Erde von hier aus betrachten, wollte sehen, ob es dort auch so viel Wärme und Herzlichkeit gab, wünschte es mir, hoffte, dass ich von der Erde genau so ein falsches Bild hatte, wie vor meinem Ausflug, von diesem Mond. Der Nebel wollte mich zurückhalten, aber ich wollte mich nicht zurückhalten lassen, kämpfte mich durch bis ich endlich meine Erde sehen konnte. Was ich sah erschreckte mich zutiefst. Sie schien unter einer dicken, kalten Eisschicht zu liegen. Keine Wärme, obwohl die Sonne an mir vorbei ihre Strahlen auf die Erde richtete. Sie schienen abzuprallen. Mein Herz begann zu stolpern, meine Seele weinte leise, ich musste meinen Blick abwenden. Langsam ließ mich der Mond los und ich tauchte wieder in meine Welt ein. Ein wenig konfus, ein wenig verunsichert. Ich löste meinen Blick von der Schwärze des Himmels, kehrte langsam zurück in die Realität und wusste, ich würde nicht glücklich, wenn ich nicht zukünftig etwas mehr Wärme in diese Welt bringen würde. Es ist eigentlich so einfach – es reicht ein liebes Wort, eine nette Geste, ein einfaches Zuhören.

© by Elke/E/L. 2008 

 

Herzliche Grüße Elke

 
 

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Eine Antwort

  1. Mon

    Liebe Elke,
    eine sehr schöne Geschichte, die du uns erzählt hast.
    Wenn wir Menschen versuchen uns gegenseitig mit Toleranz, Respekt und Wohlwollen zu begegnen, würde das Miteinander wärmer. Neid, Missgunst, Provitgier und Macht dem Stärkeren, regieren die Welt. Da bleiben Gefühle wie Mitleid, Herzenswärme und Liebe auf der Strecke.
    Liebe Grüße von Monré, mit einem Lächeln für den Tag.

    29. Mai 2008 um 08:24

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