Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum ?…

 
 
 
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Woher kommt die Redensart "da brat mir aber einer einen Storch!"?
Heißen tut es: "da bin ich aber sehr erstaunt!"
Der Ursprung kommt aus der Bibel und da gibt es sogar eine Speisevorschrift. Laut 3. Mose 11 darf der Storch (ebenso wie die Fledermaus oder der Reiher) nicht gegessen werden. Dies übertrug sich auf das Mittelalter, zudem der Storch zu dieser Zeit abergläubische Verehrung genoss und sein Fleisch als ungenießbar galt. Der gebratene Storch ist somit das Sinnbild des nie Geschehenen und unerhört Neuen.

 

Woher kommt die Redewendung "Perlen vor die Säue werfen"?
Wenn man wertvolle Dinge an Menschen verschwendet, die sie nicht zu schätzen wissen, dann wirft man Perlen vor die Säue. Und für diese Redewendung bräuchte es eigentlich keinen Grund, denn der Vergleich liegt so nahe, dass man automatisch drauf kommen muss.
Aber es gibt einen Grund und der ist wie so oft biblischen Ursprungs und geht auf Matthäus 7,6 zurück: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen nicht vor die Säue werfen…“

 

Woher kommt die Redewendung "jemandem einen Korb geben"?
Wer von uns hat noch nie einen Korb bekommen? Wahrscheinlich keiner und immer, ja immer war das verletzend. Denn wer heute jemandem einen Korb gibt, erteilt ihm eine Abfuhr, und das nicht unbedingt nur in Liebesdingen, sondern auch ganz allgemein.
Im Mittelalter hatte diese Redewendung jedoch eine sehr viel konkretere Bedeutung. Da wurden Liebhaber manchmal in einem Korb zum Fenster des angebeteten Fräuleins hinaufgezogen. War das Fräulein dem Liebhaber jedoch nicht geneigt, soll es schon einmal vorgekommen sein, dass sie einen Korb mit einem brüchigen Boden hinunterließ, und der um sie werbende Freier die Abweisung recht schmerzhaft zu spüren bekam. Vor diesem Hintergrund lässt sich übrigens auch das Verb durchfallen verstehen.
Eine andere Variante der Abweisung bestand darin, den Korb mit dem Freier auf halber Höhe des Hauses "hängen zu lassen". Diese mittelalterlichen Bräuche waren im 17. Jh. bereits nicht mehr bekannt, so dass die Frauen dazu übergingen, unerwünschten Freiern nur noch symbolisch einen Korb ohne Boden zu überreichen.

 

Woher kommt die Redensart "jemandem das Wasser (nicht) reichen können"?
Wieder so ein Spruch, den man oft gebraucht, aber gar nicht weiß was man sagt! Gemeint ist ja, jemanden in Tüchtigkeit und Erfolg (nicht) gleich zu sein. Und wie so oft kommt dieser Ausspruch aus dem Mittelalter: denn im Mittelalter wurde nicht wie heute mit Besteck gegessen, sondern mit den bloßen Fingern. Gut, das gibt es heute auch noch hier und da, aber im Allgemeinen essen wir heute mit Besteck.
Weil mit Fingern zu essen immer eine Sauerei ist, wurde vor und nach dem Essen in vornehmeren Häusern eine Schale Wasser gereicht, um den Gästen das Waschen der Finger zu ermöglichen. Das Wasser wurde also von Bediensteten gereicht. Und wer an der Essenstafel bedienen durfte, der war schon ein besserer Bediensteter. Wenn man also nicht einmal wert genug ist, das Wasser reichen zu dürfen, dann ist man in der Hierarchie so weit unten angesiedelt, dass "man nicht mal das Wasser reichen kann." Diese übertragene Bedeutung wurde vor allem auch durch das Zitat in Goethes "Faust" bekannt: "Aber ist eine im ganzen Land, / Die meiner trauten Gretel gleicht, / Die meiner Schwester das Wasser reicht?"

 

Warum wird jemand über den grünen Klee gelobt?
Diese Redewendung stammt aus der Zeit in der die Gräber überwiegend oder ausschließlich mit Klee bepflanzt wurden und man über den darunter liegenden nur noch Gutes zu berichten hatte. Wurde der Verstorbene übertrieben gelobt, so wurde er über den grünen Klee gelobt.

(Danke Fossi)

 

Herzliche Grüße Elke 

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(dort befindet sich auch die Blogliste des laufenden Monats)

 

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