Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum…

 
 
 
 
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Heute über rund um Lebensmittel
 
 
 
 

Was unterscheidet Marmelade und Konfitüre?


Wer gestern die Frage gelesen und gedacht hat "na das ist doch klar", der soll jetzt mal aufpassen: Im allgemeinen Sprachgebrauch wird meistens von Marmelade gesprochen, auch wenn es sich um Konfitüre oder Gelee handelt. Das wussten wir bereits. Aber hast du gewusst, dass beim Begriff Marmelade (abgeleitet vom portugiesischen Wort für Quitte "marmelo") hat der Gesetzgeber bestimmt, dass diese ausschließlich aus Zitrusfrüchten (mindestens 20 %) bestehen darf? Diese Vorschrift verbietet es, Fruchtaufstriche aus anderen Früchten als Zitrusfrüchten im Verkauf als „Marmelade“ zu bezeichnen. Es kann somit z. B. keine handelsübliche Erdbeermarmelade geben!!! Das ist doch der Hit, oder?

Konfitüre (abgeleitet vom lateinischen Wort für Konfekt "conficere") darf aus geschälten, entkernten und in Stücke geteilten oder zerdrückten Früchten jeglicher Art hergestellt werden. Also ist praktisch jede Marmelade aus Nicht-Zitrusfrüchten, die ja gar nicht Marmelade heißen darf, eine Konfitüre :-)

Übrigens hat die EU-Vorschrift besonders in Österreich, wo die Bezeichnung Konfitüre zuvor gänzlich unüblich war, für Bürgerproteste gesorgt, sodass der Begriff Marmelade zum Teil auch weiter verwendet werden darf.

 

Warum heißt die Teewurst eigentlich Teewurst?


Auch wenn es vielfach geschrieben steht: In einer Teewurst wird (eine geräucherte Streichmettwurst) nicht mit Tee gewürzt. Auch wenn wir uns es heute wohl kaum noch vorstellen können, dass man Wurst zum Nachmittags-Tee einnimmt, war das gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Mode gekommen. Damals hatte eine sehr bekannte Wurstfabrik eine streichfähige Wurst erfunden, die zu dieser Zeit durch die sehr zerkleinerten Zutaten einfach „fein“ und schick genug war, den Nachmittags-Tee zu begleiten. Schnell etablierte sich der Name „Teewurst“.

 

Warum fällt das Marmeladenbrot immer auf die beschmierte Seite?


Wem schon mal ein Marmeladenbrot aus der Hand gerutscht ist, der wird das bestätigen können: das verflixte Ding landet doch totsicher mit der beschmierten Seite nach unten auf dem Boden! Warum?
Es liegt an der Größe des Brotes und an der gängigen Höhe der Tische (und damit an der Fallhöhe). Das Brot liegt mit der Marmeladenseite nach oben auf dem Tisch. Beim Fallen dreht es sich einmal mit dieser Seite nach unten. Mehr Umdrehungen macht es bei der Größe eines Brotes auf dem Weg nach unten nicht. Wird die Höhe des Tisches verdoppelt oder die Größe des Brotes halbiert, dann schafft das Brot die ganze Drehung bis nach unten und landet dann sozusagen "richtig".
Das ist übrigens nicht nur bei Marmelade so, sondern auch bei Wurst-, Käse- und Butterstullen.

 

Warum haben Kekse und Cracker Löcher?


Das liegt an dem Wasser im Teig, denn viele Gebäckarten würden ohne Löcher aufplatzen und wären uneben. Beim Backen verdunstet es zu Wasserdampf, der entweichen möchte aber nicht kann. Dadurch würden die Luftlöcher im Teig aufbläht. Es kommt dann zu unschönen Verformungen und Blasen. Sticht man aber vor dem Backen Löcher in den Teig kann der Wasserdampf entweichen und der Keks bleibt flach und rund.
Ergo: Bei Keksen und Crackern sind die Löcher nützlich und sie machen sie auch noch schön.!

 

Wer hat die Chips erfunden?


Es war im Jahre 1853: da war ein gewisser George Crum in der amerikanischen Stadt Saratoga Springs Koch und er servierte in einem feinen Restaurant einen gut situierten Gast die üblichen in Fett frittierten Kartoffelstäbchen. Der Gast mäkelte, seine Kartoffeln seien zu dick, obwohl sie George Crum sie immer dünner schnitt. Der feine Herr ließ sie mehrmals zurückgehen. Verärgert schnitt der Koch nun die Kartoffeln in so dünne Scheiben, dass man hindurchsehen konnte. ER buk sie so kross, dass man sie nicht mehr mit der Gabel essen konnte. Zum Abschluss versalzte er sie noch. Doch anstatt sich aufzuregen, war der anspruchsvolle Kunde von dem Ergebnis begeistert: Die Kartoffelchips waren erfunden!

 

Warum weint man beim Zwiebelschneiden?


Natürlich weinen wir nicht richtig, obwohl es dem einen oder anderen schon ganz schön nahe geht in der Küche "Dienst" tun zu müssen :-)
Nein, wir weinen nicht, aber die Augen füllen sich mit Tränen. Schuld daran ist das Zusammenwirken von zwei chemischen Verbindungen in der Zwiebel, die beim Aufschneiden entweichen: Jede Zelle der Zwiebel hat eine äußere und eine innere Zellschicht in der jeweils zwei unterschiedliche Stoffe enthalten sind (außen ISO-Alliin und innen Alliinase). Schneidet man die Zwiebel auf, fließen diese beiden Stoffe zusammen, die sonst durch die Zellschicht getrennt sind. Bei diesem chemischen Vorgang entsteht ein Reizgas, das den Tränenfluss in unseren Augen auslöst. Das macht die Zwiebel aus gutem Grund, denn dieses Reizgas ist eine wirksame Abwehrtechnik gegen Fressfeinde der Zwiebel. Genial, nicht wahr?

 

Wer verrät mir, wie alt ein Fisch ist?


Fische bekommen weder Falten noch graue Schuppen – ihr genaues Alter erkennt man nur am Ohr.
Im Innenohr der Fische befinden sich die so genannten Ohrsteine. Ähnlich wie Bäume Jahresringe, besitzen diese Kalkteilchen Wachstumsrillen. Mit jedem Tag im Leben eines Fisches bildet sich dort eine weitere Kalkschicht und vergrößert den Stein. Kennt man das Todesdatum eines Fisches, kann man die täglichen Kalkablagerungen vom letzten bis zu jenem Tag zählen, an dem der Fisch geschlüpft ist. Übrigens: der größte Fisch der Welt gehört auch zu den ältesten – Walhaie haben eine Lebenserwartung von ca. 100 Jahren.

(Danke Fossi)

 

Herzliche Grüße Elke

 

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Eine Antwort

  1. Petra

    Hallo Elke,
    mußte gerade schmunzeln über deinen Bericht über die Marmelade.Das war schon vor über 20 Jahren so.Ich hab Kaufmann gelernt und da hatten wir das in Warenkunde.
    Leider Ist meine Seite zur Zeit gesperrt,warum weiß ich nicht.Ich hoffe sie wird bald wieder freigegeben.
    LG Petra

    16. Juli 2008 um 12:44

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