Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso, Weshalb, Warum…

 

 

Wieso Wséshalb Warum - 1

 

 

 
 
Gibt es Leben in Vulkanen?
Und ob! Milliarden winziger Bakterien überleben Temperaturen von 80 Grad Celsius und mehr. Das erste dieser so genannten Extremophile wurde in den kochenden Vulkanquellen des Yellowstone Nationalparks entdeckt: Thermus aquaticus. Sein einzigartiger Stoffwechsel macht ihn zu einem der hitzeunempfindlichsten Lebewesen der Erde. In vier Milliarden Jahren entwickelten sich Mikroben zu absolut perfekten Wesen, die die Grenzen für Leben immer weiter stecken: Der Popejiwurm überlebt in 80 Grad heißen vulkanischen Quellen der Tiefsee, das Bakterium "Strain 121" hält sogar 130 Grad Hitze aus. Wer so zäh ist, könnte auch beim Überleben helfen: Forscher experimentieren mit Extremophilen, um neue Krebsmedikamente zu entwickeln.

 

Gibt es lebende Fossilien?
Man bezeichnet als ein lebendes Fossil eine Art die sich über längere Zeiträume nicht verändert hat. Die Einteilung kann natürlich nur an der äußeren Erscheinung (der Morphologie) orientieren. Selten wird mehr von einer Art überliefert als Knochen oder Panzer. Doch da sich Arten im Allgemeinen weiterentwickeln und dies ihren Körperbau verändert, kann man davon ausgehen, das Arten, die sich äußerlich kaum weiterentwickelt haben auch in ihrem Verhalten, Lebensraum und ihrer Nahrung nicht wesentlich verändert haben.
Bestes Beispiel ist der Nautilus, die seit 500 Millionen Jahren unverändert durch die tropischen Meere schwimmt. Er sieht aus wie eine Schnecke, ist aber der älteste lebende Vertreter der Tintenfische. Nautiliden, auch Perlboote genannt, haben 90 Tentakel und eine perfekt symmetrische Schale, die die eine Spirale darstellt und immer im gleichen Verhältnis von Länge und Breite wächst.
Doch das weitere Überleben der Art ist vor allem durch ein unverantwortliches Sammeln der Schale gefährdet, die ein beliebtes Souvenir und Sammlerstück darstellt. Aus diesem Grund werden jährlich tausende der Perlboote gefangen und getötet. Der Mensch schafft halt alles…

 

Warum haben Eisbären eine blaue Zunge?
Nein, es kommt nicht von Blaubeeren :-) sondern hat einen interessanten Hintergrund: um für die Jagt in Eis und Schnee perfekt getarnt zu sein, hat der Eisbär ein gelblich-weißes Fell. Das ist gut um nicht entdeckt zu werden, ist aber unvorteilhaft wenn man bedenkt, dass ein dunkles Fell viel mehr Sonnenlicht in Wärmeenergie umwandeln könnte.
Deshalb haben die Eisbären einen Trick: Um perfekt getarnt zu sein und gleichzeitig auch Wärme speichern zu können, haben die Eisbären unter dem weißen Fell eine stark pigmentierte, dunkle Haut. Und da die Haut so stark pigmentiert ist, erscheint die Zunge des Eisbären blau.

 

Wie atmet ein Delfin in der Nacht?
Ein Delfin ist kein Fisch, sondern ein Säugetier und muss wie wir alle den Sauerstoff aus der Luft nehmen. Da man zum Luft holen immer an die Wasseroberfläche muss, müssen sie das bewusst tun. Wenn sie aber wie wir schlafen würden, dann würde keine bewusste Aktion ablaufen und somit würden sie ertrinken.
Damit das nicht passiert, schläft bei Delfinen immer nur eine der beiden Gehirnhälften. Dann ruht das Tier an der Wasseroberfläche und bewegt sich kaum. Nur die Luftblasen in der Nähe des Luftlochs blubbern.

 

Warum hängt der Space-Shuttle-Raketendurchmesser von der Breite eines Pferdehinterns ab?
Der genaue Wert für den Durchmesser der Feststoffraketen, mit deren Hilfe die Space-Shuttles ins All befördert werden, hängt letzten Endes von der Breite des Hinterns eines durchschnittlichen Armee-Pferdes des antiken römischen Reiches ab: Im Imperium Romanum wurden die Streitwagen genau so breit gemacht, wie die Hintern der beiden Pferde, die diesen Wagen zogen. Daher hatten alle römischen Streitwagen die gleiche Spurbreite, was zu Spurrillen in den römischen Straßen führte. Wagen mit Spurweiten, die von dieser Norm abwichen, passten nicht in diese Spurrillen, weswegen deren Räder leichter brachen. Also bildeten Spurrillen in den Straßen und die Spurweiten der Kutschen ein System, das sich über zwei Jahrtausende selbst stabilisierte. Als man in London die ersten von Pferden gezogenen Straßenbahnen baute, verlegte man die Schienen natürlich mit genau der selben Spurweite, damit die Waggons sowohl in den Schienen als auch auf normalen Straßen mit Spurrillen fahren konnten. Als dann dampfgetriebene Eisenbahnen gebaut wurden, wählte man wieder die selbe Spurweite, damit die Eisenbahnwaggons auch auf den Straßenbahnschienen transportiert werden konnten. Das amerikanische Eisenbahnnetz wurde von englischen Auswanderern erbaut, die natürlich ihre eigenen Normen weiter verwendeten. Natürlich mussten auch die Eisenbahntunnels so gebaut werden, dass die Züge hindurchpassten, deren Abmessungen aber wiederum zumindest zum Teil von der Spurweite abhingen. Die Größe der Eisenbahntunnels beschränkt aber natürlich die Größe der Güter, die mit der Eisenbahn transportiert werden können, weswegen viele industriell gefertigten Bauteile gerade so groß sind, dass die gerade noch mit der Bahn durch Tunnels befördert werden können, und genau das ist zum Beispiel bei den Feststoffraketen der Space-Shuttles der Fall.

(danke Fossi)

 

Herzliche Grüße Elke

 

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Eine Antwort

  1. Michaël

    Ich habe gerade lesen, mit großer Aufmerksamkeit die fünf wissenschaftliche Texte schreibe sehr gut, danke für diese Informationen, ja das Leben in seine Geheimnisse? Besonders hat mir gefallen, dankeshön – Michaël .

    4. August 2008 um 18:48

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