Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Gedanken des Relaxens…

 
 
 
 
 
 
 

Eben habe ich auf meiner Terrasse gesessen, wollte bei einer Tasse Kaffe ein wenig relaxen mit Blick auf den sehr alten, naturgeschützten Baum meiner Nachbarn. Irgendwie wurde ich von meinem bisherigen Leben eingeholt. Vielleicht durch das Vogelnest in der Krone des Baumes, vielleicht auch nur, weil ich an das Alter des Baumes dachte. Irgendwie war ich gefangen in Gedanken durch den beruhigenden Anblick und ließ mich in meine Gefühle fallen. Mein Leben, hat viele Höhen und Tiefen gehabt manche Situationen, die ich heute lieber vergessen würde, aber auch oder mehr von solchen Augenblicken die ich für nichts in der Welt missen möchte. Nein, wenn ich ehrlich bin möchte ich sagen, das ist mein Leben – so war es – so ist es – und so wird es in der Zukunft sein. Nicht, dass ich wüsste wie meine Zukunft aussieht, nein, das kann Niemand wissen was ihm sein Leben noch bietet oder abverlangt, nein es ist die Gewissheit zu leben und das Leben annehmen zu wollen so wie es kommt.

Aus diesen Gedanken heraus kam ich zu einer Begebenheit, die ich als junge Mutter mit meiner Tochter erlebt habe. Ihre Wirbelsäule war verkrümmt und ich musste mit ihr zur Krankengymnastik. Dort waren selbstverständlich auch Patienten, die durch Unfälle geschädigt waren. Ein Mann der uns im Wartezimmer gegenüber saß, hatte zwei Gehhilfen neben sich liegen und blätterte in einer Zeitschrift. Meine Tochter war ziemlich ruhig, doch auf einmal fragte sie mich; du Mama, was hat denn der Onkel da drüben, ich meine die blauen Stöcke… Darauf antwortete ich ihr, dass dieser Mann wohl kranke Beine hätte und das „Blaue“ Gehhilfen seien, damit er, bis er wieder gesund ist, besser laufen könnte. Meine Tochter hat es sofort verstanden und war froh, dass sie wieder etwas Neues wusste.

Daraufhin senkte der Mann uns gegenüber die Zeitschrift, sah zu uns und meinte dann an mich gewandt; schön wie sie der Kleinen das gesagt haben, meistens höre ich nur die Antwort – das sind Krücken.

Es war nur ein anderes Wort für den gleichen Gegenstand und doch hat er bewirkt, dass sich dieser Mann gefreut hat. Warum können Menschen nicht immer so auf die Gefühle anderer achten?

Warum gibt es Kinder, aber auch Erwachsene, die zu Kranken Krüppel sagen? Ich kenne das nicht, weder in meiner Kindheit und erst Recht nicht heute. Ich bin anders erzogen worden  und meine Kinder haben diesen Ausdruck oder ähnliche auch noch nie in den Mund genommen. Warum können wir nicht mit der nötigen Achtung über einen Menschen der krank ist sprechen.

by Elke  

 

Herzliche Grüße Elke

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2 Antworten

  1. Prema

    "Es war nur ein anderes Wort für den gleichen Gegenstand und doch hat er bewirkt, dass sich dieser Mann gefreut hat. Warum können Menschen nicht immer so auf die Gefühle anderer achten? "
     
    Dieser Satz ist doch alles liebe Elke, den der Mensch beherzigen muss!!!!
    Worte können so viel Gutes tun und auch so viel zerstören, sie sind doch unsere schlimmsten Waffen aber auch Liebeswerkzeuge! Jeder geht anders damit um aber manche sind einfach gedankenlos oder wissen es nicht besser…
    Deine Tochter hätte nichts verstanden, wenn Du ihr gesagt hättest, "das sind Krücken", was sind Krücken?
    Schön ist, dass der Mann sich gefreut hat, nur das zählt. Ganz liebe Grüße
     

    7. August 2008 um 14:41

  2. Diamond

    Mir wurde zu Hause auch nicht beigebracht, "Krüppel" zu sagen, die Menschen können doch nichts dafür, dass sie nicht laufen können!
     
    Trotzdem sieht man durch deine Beschreibung der Krücken, dass du immer nur das Gute siehst – also dass der Mann durch die Krücken besser laufen kann, und nicht, dass er die Krücken braucht, weil er schlecht laufen kann.
     
    Optimismus ist eine tolle Eigenschaft…

    7. August 2008 um 13:01

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