Tränen und Glück finden sich in der Stille…

„Mmh, mmh, mmh… Teil 2 (KtgB)

 

 

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Durch die lieben Kommentare von Euch zu meinem vorangegangenem Blog, muss ich
heute noch einen "Teil 2" schreiben. "Teil 1" habe ich so noch nicht selber erlebt.
Es ist mir nur mal durch den Kopf gegangen wie manche Ärzte mit Patienten, die
voller Hoffnung oder voller Ängste vor ihnen sitzen und auf ein Ergebnis einer
Untersuchung warten, umgehen. Es könnte sich so auch bei mir zugetragen haben,
aber das hat Ute schon richtig erkannt, es würde nicht zu mir passen, weil ich "positiv"
denke und das werde ich noch tun, wenn ich mal meinen letzten Atemzug machen
werde. Außerdem habe ich meistens schon auf ein Untersuchungsergebnis geschaut,
ehe der Arzt ein "Mmh, mmh, mmh" in den Raum werfen konnte. Mit der Zeit wir man
selber zu einem kleinen Meister des Lesens was Untersuchungsergebnisse betrifft.
Dabei hilft mir nicht zuletzt meine angeborene Neugierde oder schöner gesagt; ein
über normal hinaus gehender Wissensdrang. Ich habe zwar auch schon solche
Reaktionen von Ärzten erlebt, aber nicht wirklich so reagiert. Was mich wohl
beschäftigt hat im Verlaufe meiner Krankheit, sind die Punkte:
 
   Patientenverfügung einhergehend mit einem Patiententestament
 
   Das Verhalten gegenüber Menschen im Allgemeinen, meiner Familie und
   Freunden im Besonderen zu überdenken
 
   Die Frage wie werden Freunde, aber vor allen Dingen mein Mann und die
   Kinder mit der Situation umgehen
 
   Und nicht zuletzt; das Wie! Wie werde ich einmal sterben – alleine oder
   mit einem lieben Menschen der mich begleitet
 
   Werde ich leiden
 
   Und auch etwas für mich unheimlich Wichtiges, hoffentlich ist es ein sehr
   schöner, heller, freundlicher Tag an dem die Sonne mich mit ihren Strahlen
   einfängt und festhält.
 
Das alles aber sind Fragen oder Gedankenänge die es für mich schon vor meiner
Erkrankung gab, die eigentlich – so empfinde ich es zumindest – zum Leben
dazugehören. Gut ich liebe das Leben und möchte, und werde es wohl auch, alt
werden, wobei Alter eine nicht festzumachende Aussage ist, aber der Tod schreckt
mich nicht, er gehört einfach zum Leben, ist das I-Tüpfelchen. Es gibt eigentlich nur
eines wovor ich Angst habe,das ist das Sterben. Nicht das Ergebnis des Sterbens,
also der Tod, nein das schreckt mich nicht. Meine Gedanken befassen sich mehr
mit dem WIE des STERBENS. Es wäre nicht schön für mich, wenn man mein Leben
künstlich verlängern würde, ich möchte niemals in ein längeres Koma fallen, nein
ich möchte bei klarem Verstand sein, wenn es mal soweit ist. Ich würde mir
wünschen, das meine Familie und Kinder vorbereitet sind und es sie nicht zu schwer
trifft Abschied zu nehmen. Und zu guter Letzt wünsche ich mir ein schmerzfreies,
nicht zu langes Sterben in dem ich um den Tod betteln müsste. Doch – und das ist
keineswegs ein Negativ-Denken sondern ein Erfahrungswert – das Sterben ist in den
wenigsten Fällen einfach oder schmerzlos. Aber… wir sind auch unter Schmerzen in
dieses Leben gekommen, Schmerzen die Mutter und Kind während des
Geburtsvorganges hatten, jedoch haben wir es im Laufe des Lebens fast vergessen
und so ähnlich stelle ich mir den Schmerz des Sterbevorganges vor. In der neuen
Dimension des Seins wird auch dieser Schmerz irgend einmal vergessen sein und wir
können uns auf das "Wichtige" des weiteren "Seins" konzentrieren.
 
(c) by Elke/E.L.2008
 
 
Herzliche Grüße Elke
 

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(dort befindet sich auch die Blogliste des laufenden Monats)

 

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7 Antworten

  1. Mon

    Liebe Elke,
    du hast zu diesem Blog sehr interessante Kommentare bekommen, wobei der Kommentar von Ute auch meine Meinung widerspiegelt.
    Der Tod kann zu jeder Stunde an unsere Türe klopfen, egal ob wir alt oder jung, krank oder gesund sind. Man sollte diesen Gedanken nie verdrängen, aber er sollte uns auch nicht bedrücken. Wahrscheinlich, nein, bestimmt wünschen wir uns alle einen leichten Tod, – aber auch dies können wir nicht selbst bestimmen.
    Aber was ich mir wünsche ist, –  da zu sein wenn ein Mensch der mir viel bedeutet auf die letzte Reise geht. Wir müssen lernen den Tod mit weniger Traurigkeit zu betrachten, müssen lernen den anderen gehen zu lassen, – ihn mit Liebe zu umhüllen, damit er sich geborgen fühlt. Dann verliert auch das Sterben müssen seinen Schrecken. Und für viele alte Menschen ist oft der Tod eine Gnade…
    Was zurück bleibt ist nur eine leere Hülle, – denn die Seele fliegt davon in eine Welt hinter den Sternen,…so stell ich mir meinen Tod vor. Und etwas würde ich mir noch wünschen,… dass ich von meiner Wolke, auf der ich bestimmt die ganze Szene betrachte nur fröhliche Musik und Lachen höre…Das hat doch was,…oder?
    Aber dies ist doch kein Thema für den Sommer, … bald kommt der olle November, also raus und den Sommer genießen.
    Liebe Grüße von Monré

    17. August 2008 um 17:25

  2. Ute

    Ich denke egal wie, der Tod kommt, für jeden von uns!Das ist und bleibt eine Tatsache.Nur, wie wir, unsere Angehörigen und Freunde damit umgehen,das ist die Frage.Ich persönlich habe weder angst vor dem Sterben, dem Moment des Todes, noch vor dem was davor ist, einer langen Krankheit oder langes Leiden. Oder einem Unfall.Denn ich hatte einen kurzen Moment, Gelegenheit zu sehen was geschieht.Um es genauer auszudrücken, ich war schon mal für wenige Momente Tod, oder wie man sagt,ich hatte eine nahTod Erfahrung.Was mich am meisten schreckt ist, das die meisten Menschen nicht darüber Reden wollen, oder können.Ich hab vor kurzem eine liebe Freundin verloren.Als allerletztes nach einem Blick in die Runde der Freunde sagte sie, "Ihr seid alle da, auf wiedersehen, ich werde auf euch warten.Es ist gut so."Denkt immer Positiv.Liebe grüße an alle die das lesen.Ute

    17. August 2008 um 00:04

  3. Elke

    Lieber Peter,
    auch ich habe es miterlebt, wie mir ganz liebe Menschen in den Armen lagen während sie mehr oder weniger mit dem Tod kämpften und letztendlich verloren haben – wenn man es denn so nennen will. Es ist eine dumme Redensart, denn man kämpft nicht mit dem Tod! Wenn er kommt ist er da! Aber das Loslassen ist der Kampf den, so habe ich es bisher 4 mal erlebt, der Mensch führt. Der eine in der Stille, der andere mit Gefühlsausbrüchen egal welcher Art. Weil der Tod zum Leben gehört, denke ich persönlich schon das man darüber genauso nachdenken sollte wie über alles was mit dem Leben zu tun hat. Vor den Geburten meiner Kinder habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht wie es wohl sein wird und genau so mache ich mir Gedanken darüber wie es sein wird zu sterben. Es gehört einfach zum Leben, warum soll ich es also verdrängen anstatt mich damit auseinander zu setzen. Ich liebe das Leben, und deshalb kann ich nicht das, was mich beschäftigt oder ängstigt einfach ignorieren, sondern muss mir Gedanken darüber machen. Es ist nur eins von vielen Themen, aber man sollte es nicht verdrängen umso besser kommt man nachher damit zurecht. (Meine ganz persönliche Meinung)

    15. August 2008 um 00:05

  4. Peter

    IHR SOLLTET NICHT SOVIEL ÜBER DEN TOD NACHDENKEN!!ER KOMMT WANN ER WILL UND WIE ER WILL!!
    WIE DU MIT IHM UMGEHST WIRD SICH ERST ZEIGEN WENN ER DIR INS GESICHT LACHT UND SAGT "KOMM"
    GLAUBT MIR ES ICH HABE ES GESEHEN!
    Peter

    14. August 2008 um 17:50

  5. Svenja

    Hallo liebe Elke, auch ich hab mir darüber schon so meine Gedanken gemacht. Meistens ist ein Geschehniss in unserem Familien- oder Freundeskreis. Auch über den Tod habe ich mir so meine Gedanken gemacht und so wie Du, wünsche ich mir schmerzfreies und nicht zu langes Sterben. Einfach nur einschlafen oder im Schlaf, das wäre schön. Aber will ich jetzt mal nicht weiter trübsinnige Gedanken verschwenden. Geniessen wir den Tag, den kleinen Sonnenstrahl heute zwischendurch … Liebe Grüsse… Svenja (<— denkt auch immer positiv, aber auch realistisch) 

    14. August 2008 um 16:39

  6. Haya

    ja Elke, das hast du sehr schön geschrieben.
    Dazu kann ich nichts sagen. :o)
    Ich finde, dass du sehr schön formulieren kannst und genau den Gedanken anderer damit triffst.
    Also meinen auf jeden Fall.
    Ganz liebe Grüße, Haya
     

    14. August 2008 um 14:24

  7. guinevere

    ich gebe dir recht, nicht den tod muß man fürchten, sondern das "wie"!!
    meine angst gilt eher den hinterbliebenen,daran mag ich garnicht denken,
    das veruracht mir gänshaut!!
    aber nachdem wir ja postiv denken..lächel…haben wir damit noch zeit ohne ende….
    ich wünsche dir einen schönen donnerstag
    lieben gruß, marina
     
     
     

    14. August 2008 um 12:45

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