Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Was man so sagt…

 

gefangen

 

Was man so sagt

 

Als sie lachte,
sagte man ihr, sie sei kindisch.
Also machte sie fortan ein ernstes Gesicht. Das Kind in ihr blieb,
aber es durfte nicht mehr lachen.

Als sie liebte,
sagte man ihr, sie sei zu romantisch.
Also lernte sie, sich realistischer zu zeigen. Und verdrängte
so manche Liebe.

Als sie reden wollte,
sagte man ihr, darüber spreche man nicht. Also lernte sie zu schweigen.
Die Fragen, die in ihr brannten,
blieben ohne Antwort.

Als sie weinte,
sagte man ihr, sie sei einfach zu weich.
Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken. Sie weinte zwar nicht mehr,
doch hart wurde sie nicht.

Als sie schrie,
sagte man ihr, sie sei hysterisch.
Also lernte sie, nur noch zu schreien, wenn niemand es hören konnte,
oder sie schrie lautlos in sich hinein.

Als sie zu trinken begann,
sagte man ihr, das löse ihre Probleme nicht. Sie solle eine Entziehungskur machen.
Es war ihr egal, weil ihr
schon so viel entzogen worden war.

Als sie wieder draußen war,
sagte man, sie könne jetzt von vorn anfangen. Also tat sie, als begänne sie ein neues Leben.
Aber wirklich leben konnte sie nicht mehr, sie hatte es verlernt.

Als sie ein Jahr später
sich versteckt zu Tode gefixt hatte, sagte man gar nichts mehr.
Und jeder für sich versuchte,
leise das Unbehagen mit den Blumen ins Grab zu werfen.

Ich habe diesen Gedanken nichts hinzuzufügen, außer meiner Hoffnung, niemals am Bau eines solchen Käfigs beteiligt zu sein!
Dir wünsche ich, dass Du immer lachen darfst, deine Liebe leben, deine Worte sagen, deine Tränen weinen, deine Schrei schreien darfst und auch kannst.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit

(aus dem Internet -Unbekannt-)

wie mir heute in einem Kommentar mitgeteilt wurde,

heißt die Autorin K. A.-Wybranietz 

weisser sarg

 

Herzliche Grüße Elke

  

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(dort befindet sich auch die Blogliste des laufenden Monats)

 

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2 Antworten

  1. Fee

    Hallo Elke,
    dieses schöne Gedicht wollte ich auch auf meinem Space veröffentlichen, aber ich habe vorher um die Erlaubnis der Verfasserin gefragt, allerdings bis heute keine Antwort bekommen…
    Die Verfasserin von diesem Gedicht heißt: Kristiane Allert-Wybranietz.
    <Dieses Gedicht> ist auch im Internet auf der "Stopp Drogen"-Seite.
    LG Zahnfee
     

    7. September 2008 um 19:43

  2. pusteblume

    liebe elke,
    in deinem space habe ich noch nicht geblättert :-( werde das nun sicher in abstanden immer wieder einmal tuen.;-)
    ein paar zeielen möchte ich aber antworten auf deinen wunderschönen blog.
     
    Ein bisschen mehr Friede
    und weniger Streit,
    ein bischen mehr Güte
    undweniger Neid,
    ein bischen mehr Wahrheit immerdar
    und VIEL MEHR HILFE BEI GEFAHR.
    Ein bischen mehr `Wir` und weniger ´Ich`,
    ein bischen mehr Kraft und nicht so zimperlich,
    UND VIEL MEHR BLUMEN WÄHREND DES LEBENS;DENN AUF DEN GRÄBERN SIND SIE VERGEBENS!!
    (verfasser mir unbekannt)
     
    liebe grüße und einen wunderschönen sonntag
    wünscht dir die "wiesenblume"

    7. September 2008 um 06:30

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