Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Rettungsanker Glaube…

 

 

   
   Rettungsanker Glaube…

Seit meiner Erkrankung Anfang 2006 mache ich mir immer wieder Gedanken über Gott und den Glauben. Wobei ich weniger an den weißhaarigen, alten gütigen Mann –denke, sondern an eine höhere Macht, vielleicht in Form von Atomen, vielleicht in der Form einer anderen Dimension vielleicht aber auch als die Ewigkeit. Irgendwie fasziniert mich die Vorstellung, dass ich nicht alleine bin, wenn ich mal den Schritt von hier in das nächste nicht irdene Leben gehe. Ich habe mir diese Nacht mal sämtliche Einträge über dieses Thema auf meiner Seite herausgesucht und verglichen und war doch sehr überrascht, wie unterschiedlich ich das Thema erlebt habe. Hintereinander gelesen, kamen sie mir vor, als wär es immer eine andere Person gewesen, die darüber geschrieben hat. Seltsam oder vielleicht auch nicht, denn ich glaube in jeder Sekunde in jedem Moment erlebt man den Glauben anders. Bei mir geht der Glaube nicht von meinen Gehirnzellen aus sondern von meiner Seele. Es sind Empfindungen die erschreckend wankelmütig sind und mich ein wenig irritieren. Ich glaube dass ich, als ich von meiner Krankheit erfuhr mit all seinen Konsequenzen, den Glauben als ein Rettungsanker für mich suchte. Ich brauchte ihn um den Kampf aufnehmen zu können. Ich klammerte mich förmlich an ihn. In jedem Moment empfand ich ihn anders, von jetzt auf gleich wechselte meine Vorstellung, ich verwarf den Glauben den ich gerade noch empfand und gab mir einen anderen, der aber in dem Moment schon wieder überholt zu sein schien. Was ich aber für mich feststellen konnte war, dass mein Glaube immer dann am größten war, wenn es mir besonders schlecht ging oder ich kurz davor stand aufzugeben. Als schlimm habe ich empfunden, wenn Menschen mir mein Rettungsanker mit wissenschaftlichen Argumenten weg nehmen wollten. Sie belächelten mich, mehr noch, sie lachten mir ins Gesicht mit einem Blick, der mir zeigte wie sehr sie mich bedauerten, dass ich an so einen „Scheiß“ glaube. Aber ich lasse es nicht zu, dass man mir meinen Glauben nimmt, denn in dem Fall würde ich auch meinen Kampf gegen die Krankheit aufgegeben.    

 

Ich kann nicht verhindern,
dass viele Menschen vereinsamen,
ich kann aber dazu beitragen,
dass manche sich nicht so einsam fühlen.

Ich kann nicht verhindern,
dass physisch Kranke es schwer haben;
ich kann aber dazu beitragen,
dass dieser oder jener es etwas leichter hat.

Ich kann nicht verhindern,
dass immer mehr und jüngere Menschen dem Rauschgift verfallen;
ich kann aber dazu beitragen,
dass manche keine Drogen brauchen.

Ich kann nicht verhindern,
dass tausende Menschen Jahr für Jahr durch eigene Hand sterben;
ich kann aber dazu beitragen,
dass der eine oder andere es nicht tut.

Ich kann nicht verhindern,
dass Völker einander bekriegen;
ich kann aber dazu beitragen,
dass die Kleinkriege um mich herum ein Ende nehmen.

es ist äußerst wenig, was ich als Einzelner tun kann;
aber mehr, als ich glaube!

 

Herzliche Grüße Elke

 

 

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(dort befindet sich auch die Blogliste des laufenden Monats)

 

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6 Antworten

  1. - Pusteblume

    Hallo liebe Elke,
    habe eben erst deine letzten Blogs gelesen. Sehr zum Nachdenken!
    Ich denke, dass jeder Mensch auf irgendeine Art an ETWAS glaubt. So, wie wir des öfteren kleine Stoßgebete gen Himmel schicken, wenn mal was schiefgeht…so glauben die meisten auch an eine höhere Macht, wenn es einem sehr schlecht geht. Das ging mir auch so, als meine Mutti so krank wurde. Man braucht es als einen gewissen Trost.  Und gerade in schlechten Zeiten bedarf man viel des Trostes. Ich denke, dass ist auch gut und normal.
    Liebe Grüße Gabi
     

    9. November 2008 um 15:36

  2. Peter

    LIEBE ELKE,GLAUBE AN WEN UND AN WAS DU WILLST!! HAUPTSACHE IST DOCH ES HILFT DIR!!!! BÄRBEL BEKAM DIEDIAGNOSE KREBS IM FEBRUAR 2006,BÄRBEL IST TOD UND DU LEBST!!DARUM GLAUBE WENN ES DICH AUFBAUT UND HILFT,EGAL AN WAS!!Peter

    7. November 2008 um 20:11

  3. Mon

    Liebe Elke,
    ich kenne auch deine verschiedenen Blogs zu diesem Thema, aber dieser Blog ist sehr interessant, weil er die Frage im Raum stellt: "Warum geht es mir besser, wenn ich glaube?"
    Der Glaube gab dir in der Vergangenheit immer die Kraft zum Weitermachen. Und ich denke genau dies ist das Geheimnis. Der Glaube…
    Man hat es sogar statistisch untersucht , und festgestellt, dass Menschen, die an Gott glaubten, bei einer schweren Erkrankung bessere Heilungschancen hatten…wieso auch immer?!
    Manche Menschen mögen darüber lachen, aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass der Glaube an Gott und das Meditieren im Gebet, dir Ruhe und Kraft geben kann…
    Dir ein schönes Wochenende,
    herzlichst Monré
     

    7. November 2008 um 17:31

  4. DANI´s

    LIEBE ELKE ! Was ich hier lese macht mich Traurig aber gibt mir auch Hoffnung den was wären wir ohne unseren Glauben . Der Glaube hält uns am Leben den auch egal wie schwer die Zeit im Leben manchmal für einen auch ist so ist der Glaube und die Hoffnung das was uns ermutigt weiter zu Leben und der Glaube stärkt uns darin den wie heisst es doch so schön :
    Wenn Du denkst es geht nicht mehr,
    kommt irgendwo ein Lichtlein her.
    Ein Lichtlein wie ein Stern so klar,
    es wird Dir leuchten immer da.
    Wird zeigen Dir den Weg zurück,
    den Weg zu einem neuen Glück.
    Drum glaub daran – verzage nie,
    es geht schon weiter – irgendwie.
    Und mit Willen, Kraft und Mut,
    wird dann alles wieder gut
    Du mußt nur immer fest dran glauben
    und laß Dir nur den Mut nie rauben.
    Es gibt für alles einen Weg,
    und sei’s auch nur ein kleiner Steg.
    Es gibt nunmal nicht nur gute Zeiten,
    das Leben hat auch schlechte Seiten
    Doch wie bist Du stolz, wenn Du’s geschafft,
    aus Sorgen und Nöten – mit eigener Kraft,
    herauszukommen, was Du nie geglaubt,
    da man Dich sooft schon der Hoffnung beraubt.
    Doch die Hoffnung auf ein besseres Leben,
    die lasse Dir bitte, niemals nehmen.
    Denn wenn Du denkst es geht nicht mehr,
    kommt irgendwo ein Lichtlein her.
    Pass auf dich auf und denk an deine Kraft .
    Liebe grüße Dani

    7. November 2008 um 13:00

  5. Ursa M.

    Guten morgen meine liebe Elke
    Der echte Glaube ( ich meine nicht den scheinheiligen ) ist der Grundstein für Moral, Liebe, Ethik insgesamt für die gesamte Lebenshaltung. Menschen die keinen Glauben haben, sind meistens auch haltlos weil sie ja glauben, für nichts Verantwortung übernehmen zu müssen. Das soll nicht heißen, dass menschen die glauben, keine Schwächen und Fehler haben dürfen. Aber sie sind sich dessen bewußt.Ich könnte mir ein Leben ohne Glauben für mich nicht denken. Ich habe schon zu oft in meinem Leben an Grenzen gestoßen, wo mir mein Glaube weitergeholfen hat. Allein diese Hilfe hat mir ja schon wieder Lebensmut gegeben. Was nach unserem Tod kommt kann keiner mit Gewissheit sagen. Ich persönlich glaube an ein Leben in anderer Form nach dem Tode. Da wir aus Energie (ich nenne diese Energie Seele) bestehn, und diese Energie sich nicht ins Nichts verflüchtigen kann und
    weiter existiert, auch wenn der fleischliche Körper sirbt. Unsere Seele wird immer wieder geboren, so oft bis sie ganz rein ist. Dass ist mein ganz persönlicher Glaube. In meiner Bücherliste findest Du ein Buch über Zeugnisse Karma und Wiedergeburt.  
    Lass dich lieb grüßen und drücken Ursa
     

    7. November 2008 um 12:03

  6. guinevere

    liebe elke,
     ich kann dich sehr zu verstehen, denn mir ging es ähnlich! habe auch nicht an den " netten mann mit dem grauen bart" gedacht, sondern an irgendwas zwischen himmel und erde..beschreiben kann ich es nicht, aber es war da, und hat mir die kraft gegeben die ich brauchte um weiter zu kämpfen und zu leben!!!
    hab einen schönen tag…
    liebe grüße, marina
     

    7. November 2008 um 11:46

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