Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Weihnachtswunsch… (KtgB)

 
 
 
 
 
 

 

Gefühlsmäßig bin ich irgendwo zwischen Himmel und Erde. Nicht glücklich, aber auch nicht unglücklich – einfach irgendwo dazwischen. Der Mensch macht alles bewusst oder unbewusst um sein Leben so zu gestalten, so zusammen zu hämmern, dass man für sich selber meint es wäre alles gut und es müsste alles so sein wie es ist, aber es ist nicht alles gut, nicht wirklich. Du kannst den anderen und du kannst dir selber etwas vormachen, aber Deiner Seele nicht. Das ist mein Problem ich akzeptiere keine Niederlagen. Ich leide irgendwie darunter, dass ich unter Menschen die ich liebe und die mich lieben, lebe ohne zu Leben. Es ist nichts Negatives nein es ist ein Lernprozess ich will nicht das irgendeine Person die mir nahe steht darunter leidet, wenn es mir mal nicht so gut geht. Es kommt immer häufiger vor, dass ich nur noch für andere da sein möchte, dass ich für andere kämpfen kann nur nicht mehr für mich – was nicht heißt das ich mich aufgebe im Gegenteil.  Wie soll ich das verdeutlichen? Mein Leben ist nicht vorbei, nein das Leben ist erst dann für mich vorbei, wenn ich in einer anderen Dimension neu angefangen habe zu leben. Aber ein Teil meines Ichs stirbt. Stirbt jeden Tag ein wenig mehr und ich mag es nicht sehen, mag es nicht bewusst in meinem Gehirn aufnehmen, das es so ist!

Ich wiege mittlerweile 44 Kilo aber ist das Gewicht ausschlaggebend für die innere Kraft? Nein! Ich habe mal die alte immer wieder gern genommene tabellarische Berechnung genommen, was heißen soll, ich bin 168 cm groß oder klein, das kommt immer aus dem Auge des Betrachters an, also 168 minus 100 sind 68 Kilo minus 10% also minus 6,8 sind nach Adam Riese 61,2 Kilo Idealgewicht. Ich wiege mittlerweile 44 Kilo. Also 61,2 ,minus 44 sind 17,2 Kilo  Untergewicht. Ich war in Mathe nie gut, seltsam, dass meine Tochter ausgerechnet Mathe studiert, trotzdem ist meine Berechnung richtig,

Also Modellfigur wenn man davon absieht, dass es nur noch Haut und Knochen sind. Irgendwie habe ich mich daran gewöhnt und mich so angenommen. Andere Menschen können weniger damit umgehen wie ich im letzten Sommer ein wenig traurig feststellen musste. Sie sahen mich verstohlen von der Seite her an – ich sah Bewegungen die mit Daumen und Mittelfinger zum Kreis geschlossen – wohl mein Handgelenkdurchmesser wiedergeben sollten und so zog ich es vor nur noch mit langärmeligen Oberteilen aus dem Haus zu gehen darauf achtend, das es kein Stoff war der erkennen ließ wie es darunter aussah. Für meine Haut ist es auch besser, sie trocknet zu schnell aus wenn sie der Sonne ausgesetzt ist, also kein großes Opfer für mich so verpackt durch den Sommer zu gehen. Lange Hosen sind für mich auch kein Thema, weil ich sie lieber als Röcke oder Kleider trage. Nein, ich wäre nicht lieber ein Junge geworden, aber ich liebe die Freiheit die einem lange Hosen geben. Wenn ich zu Feiern ging hatte ich natürlich auch wunderschöne Kleider an und gefiel mir ausgesprochen gut und genoss die bewundernden Blicken, aber eben nur für diese Anlässe und Augenblicke.

Nun bin ich doch ein wenig von meinem eigentlichen Gedanken abgekommen. Es ist mir nicht möglich mich als „normal“ anzusehen, aber genauso unmöglich mich als „unnormal“ zu sehen. Es sind die Vorgaben anderer Menschen mit denen ich innerlich zu kämpfen habe. Früher konnte ich Witze über den Tod oder über Krankheiten machen und man hat gelacht und selber welche erzählt. Heute wenn ich es mal wage – betretenes Schweigen, Blick nach unten. Warum??? Es verletzt mich, denn weder bin ich tot noch liege ich im Sterben. Worin besteht also der Unterschied eines solchen Witzes, den ich vor Jahren mal erzählt habe und den ich heute erzähle? Er ist der gleiche geblieben und ich auch!!!

Warum deutet mein Umfeld in alles etwas hinein? Das macht mir, macht Kranken das Leben so schwer! Wir werden in eine Rolle gedrängt in der wir uns jeden Satz, nein jedes Wort genau aussuchen müssen. Manchmal bekomme ich nach so einer „Situation“ Worte mit fast gräblich gedämpfter Stimme zu hören wie – ‚Elke du darfst an sowas gar nicht denken‘ oder ‚Elke du lebst bestimmt noch viele Jahre, sag sowas doch nicht‘!

Hallo – wer hat hier das Problem? Wenn ich sowas von anderen Menschen höre, sicher lieb gemeint, dann komme ich mir wirklich schon so gut wie tot vor, denn ich darf mich nicht normal unterhalten. Jedes Wort (wobei das Beispiel mit den Witzen nur ein klitzekleiner Teil ist) das ich sage muss ich vorher auf Tauglichkeit für meine Gesprächspartner überprüfen… das dürft Ihr mir und anderen Kranken nicht antun!!! Ihr stellt uns, Euch vielleicht unbewusst, in eine Ecke in der wir nicht leben wollen und auch nicht leben können. Wir sind wie Ihr, nur eben krank – ABER NICHT TOT!!!

Zu Weihnachten habe ich nur einen Wunsch an Euch. Nehmt Euch mal eine Stunde Zeit um über meine Worte nachzudenken und versucht mit uns so umzugehen wie mit jedem anderen Menschen auch. Wir gehen doch auch so mit Euch um!

Na?… vielleicht eine Überlegung wert?

(c) by Elke/E.L.2008

 

Herzliche Grüße Elke    

 

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6 Antworten

  1. Armin

    Der Babsi möchte ich hier hinterlassen, daß eben genau diese Frage "leider genau anderesherum durch das neuzeitliche einströmen von vermischenden Religiösen neuströmungen und vermischenden kulturelen Gegebenheiten auslöst.Die Verschiebung gerade der Bedeutung, was "Heilsbotschaft" "Wiedergeburt" "eben ""Heilsgewissheit"" im geistigen Sinne und auch Geistigem Heil in einer krankheit, über bedeutung einer Krankheit bedeuten; haben sich schlichtweg durch einströmen von nun auch Budistisch Hinduistisch .. neuerdings Newage bezeichneten Lehren eher extrem verschlechtet, wie auch lösen Sie keinesfalls die Beziehung zu dem "Dreifaltigen "einen Gott" … der ja gerade in diesem Spannungsfelde von entscheidender Wichtigkeit ist !.Da die religöse Handlung, die diesbezüglich aus "allen Religionen" schlichtweg an " dem einzigen Gott" seiner wirklich einfachen Chanse an beruhigender Gewissheit, die rein nur aus Ihm selbst , also von "oben nach unten" gegeben wird, noch auf den lezten Wegstrecken von Personen, die sich überhaupt nicht auf dieser Wegstercke befingen als völlig nun "neuste Erkenntnisse " heutzutage Einzug hält, brauch es mich schlichtweg nicht verwundern, daß zunehmens ein neuer Leidesdruck, statt eine "völlige Gewissheit" erzeugt wird. Gott so tot zu erklären, das der Mensch es vermögen würde und es in seiner Handeln Hände läge, durch seine Haltung von "unten nach oben" beeinflussung der "Lichtwelt" die hinreichend als Satanisches trugbild zu bezeichnen ist, und verdrängende schlüssige Vererbungen an "klaren Worten" und bestehendem Leib im "Heiligen Geist" sich immer mehr breit macht auch in Europa ist meineserachten ein schändliches vergehen einen sich vorbereitenden im angesicht des Todes , damit vom Wege abzubringen und unerlösungen einherfallen zu lassen.ist es eigentlich so schwer, Gott selbst zuzugestehen, das er selbst für die erlösung und Rettung einer Seele in der lage ist zu sorgen, und, mit seiner selbst eine Tür ausreichend gegeben hat? Joh 14:6Es macht mich sehr traurig, obwohl ich total müde bin, das man sowas einem Menschen auf seinen letzten Schritten an Gewissheit das "Gott sächlich lebt" und Retten möchte durch seinen Sohn Jesus Christus, noch auf dem letzten schritten nun auch selbst durch Hintertüren der nichterlösenen Religösität anderer Lehren als die schon falschen der hiesigen einschleust.Den wahren Gott "Jesus Christus" so zu verachten ist keine Kleinigkeit dabei !

    4. Dezember 2008 um 00:35

  2. Armin

    Liebenswerte Elke …es ist einer der treffensten und auch mit wervollsten Blog`s die ich seit langem lesen durfte.Ja .. es spiegelt ein Grundmißverständnis im heutigen Denken, falsches Mitleid, Unwissenheit und beurteilen von leider sehr oft falsch verstandener Nächstenliebe als auch Annahme, in der heutigen Zeit aus.Ich bin Dir zu tiefst Dankbar, daß Du solche "ehrlichen" Worte verfasst hast, Du sprichst/schreibst auch aus meinem Herzen.Nach schwerer Erkrankung als "geheilt" geltend, was immer das auch heißen mag, kann ich es bestens nachvollziehen, und halte mich einfach fern von Menschen, die eine Art Noterziehung noch meinen angedeihen lassen zu müssen., die Modelle sind da leider gesellschaftlich vielschichtig uninformiert und zeitgeistgeprägt. Grundsätzlich allerding oft garnicht bewußt oft.Genau darum sehe ich Deinen Blog als wertvolle Reflektion, und Chanse eines nachdenlich respektvollen Seins , Miteinander gehens in Annahme.Auch ich hab den Wunsch Dich herzlichst zu umarmen .. Armin

    3. Dezember 2008 um 23:58

  3. Barbara

    Liebe Elke,genau so wie du es oben ausgedrückt hast: "Du bist irgendwie zwischen Himmel und Erde" du hast dieses Gefühl immer mehr in die geistige, gedankliche und sprirituelle Welt hineinzugehen, die für viele Menschen sehr fremd und vielleicht sogar mit Angst besetzt ist. Ich beschäftige mich seit meiner Rückkehr aus Abu Dhabi ganz intensiv mit dieser geistigen Lichtwelt in die wir alle irgendwann mal nach unserem Tod hineintauchen. Nach dem Tod bleibt nur der Körper zurück, unser Geist, unsere Seele, unseren Astralkörper wir nehmen ihn mit in die Welt des Lichtes! Dort begegnen wir an der Schwelle zur Lichtschleuse unsere verstorbenen Verwandten oder auch gute Freunde, sie begleiten uns und führen uns in die andere Welt, wo wir keinen Schmerz und sonstige Krankheiten mehr haben. Wir haben uns von dem Körper befreit, der uns oft nur weh tut, behindert oder sonstwie im Wege ist!!!Für den Sterbenden selbst ist es eine Erlösung, für die Hinterbliebenen bedeutet das Scheiden eines geliebten Menschen, Verlust, Trauer, Schmerz, Verzweiflung, Einsamkeit und immer wieder die eine Frage, warum jetzt, warum trifft es gerade mich, warum fordert mich mein Schicksal so heraus? Fragen, Unsicherheiten, nicht die rictigen Worte finden können, Verletzungen komen hoch, all das, was unser zwischenmenschliches Leben oft so schwierig gestaltet. Ein bißchen mehr zuhören, mehr zeit, mehr verständnis für den anderen und seinen sorgen und problemen, mehr nachdenken über den sinn unseres daseins und unser Leben, mehr verständis und liebe füreinander es mangelt dieser welt leider all zu oft an diesen ganz simplen verhaltensweisen.Liebe Elke ich wünsche dir eine gute woche und danke dir nochmals ganz herzlich für deinen schönen eintrag in mein gästebuch! machs juht meine liebe und wenn du willst kann ich dich anrufen oder wir chatten, wenn es die zeit zulässt, gelle! sei ganz herzlich gedrückt und gegrüßt von deiner Babsi

    3. Dezember 2008 um 23:23

  4. - Pusteblume

    Liebe Elke,dein Blog hat mich sehr traurig gemacht. Ich bin so ein Mensch, der stets sehr mitleidet, wenn andere leiden. Aber eigentlich leidest du ja nicht, du willst nur verstanden werden. Und das ist für aussen Stehende sehr schwierig. Ich durchleide gerade zum 2. Mal die Situation, dass meine Freundin (siehe Eintrag Blog für Zaubermaus und "Worte") erneut an Brustkrebs erkrankt ist. Man fühlt sich als gute Freundin so hilflos. Und sie mal eben in den Arm nehmen kann ich auch nicht, da wir 250 km voneinander entfernt wohnen. Wir telefonieren viel und ich kann ihr nur tröstende Worte zusprechen. Aber nichts desto trotz lachen wir miteinander. Ach liebe Elke, ich kann dir gern ein paar Kilos von mir abgeben….denn ich hab zuviele Kilos auf den Rippen. <Lach> Sei ein bischen nachsichtig mit deinen Mitmenschen, sie sind einfach unsicher im Umgang mit dir, weil sie selber so eine Situation nicht kennen.Ich lache gerne mit dir.Sei lieb umarmt von deiner Spacefreundin Gabi

    3. Dezember 2008 um 22:12

  5. Elke

    Liebe Tina, das ist richtig, nur wenn ich als Betroffene keinen Scherz mehr machen kann ohne das sich mein Umfeld Gedanken macht ob ich eventuell gemeint habe ich wolle sterben oder ich wünschte tot zu sein, dann belastet mich das. Weil ich bald nicht mehr weiss, was ich denn sagen kann ohne das mehr hineingelegt wird als das was ich halt sage. Ein Witz ist bei einem Kranken ein Witz genau wie bei einem Gesunden. Warum also dieses Hinterfragen und therapeutische Gedanken. Wenn ein Kranker nicht mehr leben mag oder meint es nicht zu können wird er es sicher nicht mit einem Scherz rüberbringen, sondern es ganz für sich behalten oder wie ich im KtgB schreiben. Es ist für Kranke oft schwieriger mit Gesunden normal umzugehen als herumgedreht. Das wollte ich eigentlich nur damit sagen…drücke Dich ganz lieb… Elke

    3. Dezember 2008 um 13:57

  6. Tina

    Liebe Elke, für Menschen, die nicht betroffen sind von Krankheiten u.Ä., ist es schwierig Worte zu finden.Man möchte das Richtige sagen, trösten, Mut machen….. und findet nicht die passenden Sätze.Ich drück dich einfach virtuell!!Ganz lieben GrußTina

    3. Dezember 2008 um 12:56

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