Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Eigentlich… (KtgB)

 

 

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 Eigentlich bin ich ein sehr stabiler Mensch der eine gute Psyche hat und doch gibt es Momente in denen alles zusammenbricht wie ein Kartenhaus. Genau eine dieser Situationen habe ich gerade durchlebt. Es ist Vorweihnachtszeit und deshalb ist fast jeder Mensch sensibler und empfänglicher für Emotionen egal welcher Art. Nicht umsonst werden Spendenaufrufe gesteigert gesendet – egal ob durch öffentliche Medien, Mails oder Anrufe von denen ich gar nicht wissen möchte wie man an meine Telefonnummer gekommen ist, obwohl ich in keinem Verzeichnis stehe. Egal, man spendet einmal und noch ein weiteres Mal, das Herz ist offen dafür in dieser Zeit. Aber es ist auch offen für Gefühle wie Trauer, Hilflosigkeit und Verzweiflung.

Ich habe getrauert, getrauert um meine lieben Eltern, die mir ein Leben beschert haben, welches immer geschützt war, welches von Liebe umgeben war und welches mich auf die Situationen vorbereitet haben, die das Leben an mich stellen würde. Sie haben ganze Arbeit geleistet, nur eins haben sie vergessen, mir zu sagen, dass die Trauer nie vergeht, wenn man geliebte Menschen los lassen muss.

Mein Vater ist am 10.12. meine Mutter am 14.12. geboren. Jedes Jahr um diese Zeit bin ich wieder wie ein kleines Kind, verwundbar und irgendwo angreifbar, weil ich einfach nur gelähmt bin. Hört sich irgendwie dumm an, aber ich kann es anders nicht ausdrücken.

Ich kann nicht auf Personen die mir etwas wollen so reagieren wie ich es sonst mache, sondern ich fühle mich gezwungen, es so hin zu nehmen wie es ist.

Wenn ich denn meine Trauer wieder unter Kontrolle habe, dann kann es sein, dass ich sachlich zwar, aber hart reagiere – gehört vielleicht auch ein wenig zur Trauerverarbeitung. Zumindest haben mir meine Eltern beigebracht; ‚Kind, du musst Dich wehren, aber wehren heißt nicht zuschlagen, weder emotional noch verbal und wenn verbal nie unter die Gürtellinie, denn du kannst einen Menschen damit mehr als verletzen‘!

Ich mag weder verletzt werden noch mag ich verletzen – warum machen es andere Menschen? Was bringt es ihnen? Ich verstehe es nicht! Ich geh noch weiter, ich sage diese Menschen haben kein Selbstwertgefühl, sie müssen sich  profilieren auf eine Art die ich einfach als primitiv, was so viel heißt wie; ‚ mehr als einfach‘ interpretiere.

Man kann doch miteinander umgehen, nicht gegeneinander!!

(c) by Elke/W.L.2008

 

Liebe Grüße Elke

 

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2 Antworten

  1. Sternchen

    Liebe Elke , ja deine Eltern habe ganze Arbeit geleistet und Du profitierst noch Heute, es ist gut und es ist richtig, das es nach so vielen Jahren das silberne Band zwischen Euch noch gibt!!! Ich kenne dieses sich verloren fühlen an den Todestagen nur zu genau.Niemand kann Dir Deine Eltern ersetzen, doch Wir Deine Freunde können für Dich da sein in dieser Zeit…sei ganz fest gedrückt Camina

    15. Dezember 2008 um 17:33

  2. Tina

    Die Antwort auf das " Warum" kann ich dir leider nicht geben. Man kann nur versuchen, sich nicht auf diese Stufe herabzulassen und seinen eigenen Prinzipien treu zu bleiben. Die " Augenhöhe" bei manchen ist eben sehr niedrig.Ich drück dich!!Lieben GrußTina…mein Papa ist dieses Jahr gestorben, vor ein paar Wochen. Wichtig ist, dass man immer guten Gewissens auseinander geht, nicht mit besagtem " Gegeneinander"

    15. Dezember 2008 um 17:09

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