Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wieso Weshalb Warum…

 
 
Wieso Weshalb Warum
 
 
 

Heute noch mal ein wenig mehr, weil ich schon etwas länger nichts mehr in der Richtung eingesetzt habe – na dann lest Euch mal „Schlau“ J!

 

 

 

 

Wie kamen die Rabenvögel zu ihrem schlechten Ruf?

Der "Volksmund" sagt, Raben bringen Unglück, oder man sieht alles "rabenschwarz", Frauen werden schnell zu "Rabenmüttern" abgestempelt und manche Menschen klauen angeblich "wie die Raben". Woher kommt das alles? Um diese Redensarten zu verstehen, muss man einen Blick in die Kulturgeschichte des Rabenvogels werfen. Der grosse Verwandte der Rabenkrähe, mit der er oft verwechselt wird, ist der Kolkrabe. Er galt seit jeher als Todesbote, vermutlich wegen seiner Vorliebe für Aas. ("Fällt er in den Graben, fressen ihn die Raben") Im christlichen Mittelalter brachte man ihn mit dem Teufel in Verbindung und bezeichnete ihn als Galgenvogel. Das kam so: Damals liess man die Hingerichteten tagelang am Strang baumeln, was natürlich die Raben angezogen hatte. Das schwarz glänzende Gefieder der Vögel erinnerte die Menschen an Pech, eine teerartige Flüssigkeit. Man glaubte damals, dass in der Hölle Kessel voller Pech für die Sünder bereitstünden. So wurde der Rabe im übertragenen Sinn zum "Pechvogel". Wer alles "kohlrabenschwarz" (eigentlich "kolkrabenschwarz") sieht, geht immer vom Schlimmsten aus. Weit verbreitet ist auch die Vorstellung, dass Rabenmütter ihre Brut wenig liebevoll umsorgen. Dieses Vorurteil entstand aus einer Fehlinterpretation: Kaum sind die Jungen flügge, helfen die eifrigen Mütter der Brut auf die Sprünge. Sie drängen die Küken zum Nestrand und forcieren so deren ersten Flug. Daraus entstand der Ausdruck "Rabenmütter". Das Gerücht, Raben würden alles klauen, was nicht niet- und nagelfest sei, beruht ebenfalls auf einem Missverständnis. Die Tiere bedienen sich zwar durchaus an fremdem Eigentum, allerdings nicht an Metallen, sondern am Nistmaterial der Artgenossen – also Hölzchen und Federchen zum eigenen Nestbau. Auch Elstern (gehören ebenfalls zu den Rabenvögeln) haben entgegen der landläufigen Volksmeinung ebenfalls wenig Freude an Glitzerdingen. Wer also wie eine Elster stiehlt, hat es höchstens auf Reisig abgesehen. Auch die Aussage, dass "eine Krähe der anderen kein Auge aushackt", ist falsch. Rabenvögel ernähren sich auch von verstorbenen Artgenossen und picken oftmals zuerst die weichen Augäpfel heraus.

(Danke Walter)

 

 

Wie ist unsere Zeitrechnung entstanden?

Der 1. Januar als Tag des Jahreswechsels wurde im Jahr 46 vor Christi Geburt von dem römischen Kaiser Gaius Julius Cäsar festgelegt. Er bestimmte diesen Tag, weil in Rom jedes Jahr am 1. Januar die neuen hohen Beamten in ihr Amt gewählt wurden und ein neues Amtsjahr begann. Julius Cäsar legte auch fest, dass das Kalenderjahr, das sich nach dem Sonnenjahr richtet, aus 365 Tagen besteht, die in Wochen von sieben Tagen auf 12 Monate verteilt sind. Als Ausgleich für die entstehenden Ungenauigkeiten zwischen Sonnenjahr und Kalenderjahr führte Cäsar alle vier Jahre ein Schaltjahr ein. Im 6. Jahrhundert nach Christus entstand bei christlichen Gelehrten der Gedanke, den Beginn der Zeitrechnung mit der Geburt Christi zu verknüpfen. Seit dem 8. Jahrhundert dann wurde die Zeitrechnung ab Christi Geburt (Jahr 1) berechnet. Durch die Ungenauigkeit, die zwischen dem Sonnenjahr und dem römischen Kalenderjahr besteht und im Laufe der Zeit zu einem Unterschied von 12 Tagen anwuchs, musste der Kalender dann im 16. Jahrhundert noch einmal verändert werden: Papst Gregor der 13. verfügte, dass die vollen Jahrhunderte (also 1700, 1800, 1900) als Schaltjahre abgeschafft wurden, damit die Kalenderjahre wieder mit den Sonnenjahren übereinstimmten. Und weil das über die Jahrhunderte wieder nicht stimmte, fällt das Schaltjahr bei vollen Jahrhunderten aus wenn es nicht durch 400 teilbar ist. Das heißt, 1600 und 2000 waren Schaltjahre. Es gibt aber auch noch andere Zeitrechnungen, wie die jüdische und die moslemische Zeitrechnung, die von anderen wichtigen Ereignissen aus der Geschichte der Menschen ausgehen. So wie es noch viele andere Religionen und Kulturen in der Welt gibt, gibt es auch noch viele verschiedene Zeitrechnungen. Damit die Menschen aber weltweit verständigen können, wird allgemein der julianisch-gregorianische Kalender zur Bestimmung des Datums verwendet.

(Fossi)

 

 

Warum sind Pflanzen grün?

Joooo, schon wieder so eine Farbenfrage? Naja, wenn wir schon beim Farbspektrum sind, dann machen wir das jetzt auch noch durch. Tiere gibt es in allen möglichen Farben. Nur Pflanzen sind – mit ein paar Ausnahmen – fast immer nur grün. Warum? Die Pflanzen verwerten von dem Lichtspektrum (welches alle Farben des Regenbogens beinhaltet) nur einen Teil. Sie nehmen hauptsächlich rotes und blaues Licht auf. Im bislang unnachahmlichen Akt der Photosynthese verwandeln sie das Licht in chemische Energie, stellen Zucker und Stärke her. Das grüne Licht hingegen verschmähen sie. Ihre Blätter werfen es größtenteils zurück. Und so sehen wir rundum grün, wenn wir uns in den satten Frühling hinausbegeben. Während etliche Meeres- und Mikroorganismen auch das grüne Licht begierig aufnehmen, sind Bäume und Gräser kaum daran interessiert. Aber wenn auch nicht direkt zum Wachstum, so wissen sie grünblaues Licht doch anderweitig zu nutzen: zur Orientierung im Raum und der Bewegung zum Licht hin. Treffen die grünblauen Strahlen ein, signalisieren spezielle Rezeptoren der Pflanze, in welche Richtung sie wachsen soll. In der Regel nach oben. So wird der Baum lang und länger.

(Fossi)

 

 

Warum ist das Meer blau?

Wenn wir schon mal dabei sind (siehe die Frage von gestern und vorgestern), dann handeln wir ein weiteres Phänomen ab: Wasser an sich ist farblos! Warum ist dann das Meer blau? Wasser hat die physikalische Eigenschaft, dass es langwelliges Licht sehr viel besser absorbiert als kurzwelliges. Das bedeutet, dass der Rotanteil des Sonnenlichts bereits nach wenigen Metern unter Wasser geschluckt wird. Danach verschwinden nacheinander der orange, gelbe und der grüne Anteil. Das blaue Licht dagegen wird am wenigsten geschluckt und am stärksten reflektiert, also zur Oberfläche zurückgeworfen. Deshalb erscheint uns das Meer blau. Vielleicht hast Du auch schon bemerkt, dass das Meerwasser nicht immer blau ist. Dies liegt an verschiedenen Stoffen, die im Meerwasser enthalten sein können. So färben mikroskopisch kleine Algen das Wasser grün. Treten Algen allerdings in großer Menge auf, so wird das Wasser grünlich-braun, wie etwa an der Nord- und Ostsee. Es gibt auch bestimmte Algenarten, die eine rote Farbe produzieren, diese kommen im Roten Meer vor (daher auch der Name). Sind sehr viele Sand- und Tonteilchen im Wasser kann sich das Wasser gelb färben, wie beispielsweise im Gelben Meer vor China.

(Fossi)

 

 

Warum ist die Sonne beim Sonnenuntergang rot?

Gestern haben wir gelernt, warum der Himmel blau ist. Das war sozusagen die Vorgeschichte, denn der Sonnenuntergang ist aus einem ähnlichen Grund rot, wie der Himmel blau. Wir haben gelernt, dass das Sonnenlicht aus den Farben des Regenbogens besteht und diese auf dem Weg durch die Atmosphäre unterschiedlich gestreut werden. Die blaue Farbe wird viel schneller gestreut als die rote, weil sie eine kürzere Wellenlänge hat. Über größere Strecken wird der blaue Anteil des Lichts deshalb stärker reduziert. Am Abend ist jedoch der Weg des Lichtes zur Erde länger, deshalb sehen wir nun vor allem die roten Anteile des Lichts. Übrigens gibt es die schönsten Sonnenuntergänge bei "Luftverschmutzung" (z.B. durch die Industrie oder Vulkanausbrüche), weil dann das Licht abgelenkt wird.

(Fossi)

 

 

Warum ist der Himmel blau?

Das Sonnenlicht muss zunächst die Atmosphäre durchqueren bevor es auf der Erdoberfläche landet. Auf dem Weg zur Erde trifft das Licht auf die verschiedensten Teilchen: Staub, Wassertröpfchen, die in der Luft schweben usw. Das Licht wird an diesen Teilchen umgeleitet, quasi in verschiedene Strahlen zerlegt. Diesen Vorgang bezeichnet man als Lichtstreuung. Dass das Sonnenlicht keineswegs nur weiß ist – wie wir es wahrnehmen -, sondern ein ganzes Farbspektrum bietet, sieht man an dem Naturphänomen des Regenbogens. Das Licht wird hier an den herunterfallenden Regentropfen in seine einzelnen Farben zerlegt. Diese Farben (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau und Violett) werden übrigens Spektralfarben genannt. Die Stärke der Streuung des Lichts hängt von seiner Wellenlänge ab. Blaues Licht ist kurzwelliger als beispielsweise rotes Licht. Daher wird das blaue Licht stärker gestreut als das rote – der Himmel sieht blau aus. Intensiver leuchtet es blau, wenn die Luft sauber und trocken ist, also wenige Partikel oder Wassertröpfchen darin vorhanden sind. Diese Bedingungen herrschen meist bei Kaltlufteinfluss. Bei feuchter Witterung und vielen Dunst- und Staubpartikeln werden dagegen auch die langwelligen Anteile des Lichts stärker gestreut: Ein weißlicher oder trüber Himmel ist die Folge.

(Fossi)

 

 

Warum gibt es keine blauen Gummibärchen?

Diese Frage habe ich mir selbst nie gestellt. Aber die Tochter meines Arbeitskollegen, die uns gestern in der Firma besucht hat. Total süß die Kleine. Mein Kollege und ich haben uns dann im Internet reingewühlt (es war natürlich gerade Mittagspause – klar!) und haben es sogar auf der Herstellerseite selbst gefunden :-) Haribo schreibt auf seiner Webseite http://www.haribo.de: In der Natur gibt es keine Frucht oder Pflanze, die ein vernünftiges "Blau" hergeben würde. Da wir nur mit Auszügen aus Früchten und Pflanzen unsere Goldbären färben, können wir aus den genannten Gründen keine blauen Goldbären herstellen. Auch wenn wir uns das bisher noch nicht gefragt haben, so greifen wir ab heute nun doch etwas bewusster eine Farbe aus dem Tütchen :-)

(Fossi)

               

 

Was sind der Abend- und Morgenstern?

Bei klarem Himmel ist morgens im Osten ein weisser, leicht ins Blaue gehender, auffallend heller Stern zu sehen. Im Volksmund wird er Morgenstern genannt, bei den Astronomen heisst er Venus. Er ist von der Sonne aus gesehen der zweite Planet unseres Sonnensystems. Am Abend wird am Westhimmel der Abendstern sichtbar, und jeder Hobby-Astronom weiss längst, dass es sich wieder um die Venus handelt. Zwei Namen also für den gleichen Himmelskörper. Ist die Venus westlich von der Sonne, dann geht sie im Osten vor der Sonne auf und erscheint als Morgenstern, steht sie östlich der Sonne, scheint sie hinterherzulaufen, geht später als die Sonne unter und ist deshalb als Abendstern am Himmel zu sehen. 

(Danke Walter)

 

… und was dazu gelernt? :-) 

 

 

Herzliche Grüße Elke

 

 

 

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3 Antworten

  1. Summer

    deine blogs sind superschön für die allgemeinbildung…. lg

    4. März 2009 um 09:34

  2. Baby

    .. und was dazu gelernt? :-) ……………….Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa.

    4. März 2009 um 08:19

  3. Tina

    Das mit den Gummibärchen ist mir auch nie aufgefallen, klingt aber logisch. :-)Einen sonnigen Tag wünsche ich dir!!

    4. März 2009 um 07:55

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