Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Land unter – Psyche auch!… (KtgB)?

 

 

 

Land unter – Psyche auch!…
 

Heute Morgen kurz nach 5 Uhr – mein Sohn, der sich zur Arbeit fertig machen wollte poltert in unser Zimmer: „Hi Leute wisst ihr schon, dass Bad, Diele und Küche total unter Wasser stehen?“

Nein natürlich wussten wir es nicht, sonst hätte das Wasser zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gestanden und wir wie die Engelchen geschlafen.

Wie es immer in solchen Fällen immer ist kamen mehrere Faktoren zusammen. Mein Mann war gestern sehr lange auf und schlief entsprechend tief und entspannt. Was mich betrifft bin ich eigentlich Nachtaktiv – aber ich wollte nochmal so richtig tief und fest schlafen und nahm deshalb eine Schlaftablette, die eigentlich noch nie so richtig Wirkung bei mir zeigte aber in der vergangenen Nacht eben doch. Obwohl ich mehrmals in der Nacht wach wurde und auch meine Blase sich meldete, war ich zu müde um aufzustehen und schlief immer wieder ein. Unser Kater, der sonst die ganze Nacht nervt weil er raus, rein oder Fressen will (wie schon einmal erwähnt; er ist verzogen und Bestimmer bei uns) meldete sich nicht und so nahm das Geschehen (Wasser) seinen Lauf.

Kein Beinbruch, hatten wir schon mal vor Jahren, als der Schlauch unserer Spülmaschine abging und wir auf der Terrasse saßen und uns in der Sonne bräunen ließen. Nur hatten wir es damals gleich bemerkt und es vergingen nicht Stunden wie diese Nacht, ehe es jemand bemerkte.

Was soll’s, Jammern und Schimpfen hilft in so einem Fall nicht, also aufstehen sich mit Kehrblech, Wischtüchern und Eimer bewaffnen und ran an den Feind…

Bis hierhin war „Land unter“ – und nun fing für mich „Psyche unter“ an, denn es war Not am Manne/Frau und jede helfende Hand gefragt. Mein Sohn musste zur Arbeit, er fiel als Helfer aus. Mein Mann fing im Bad an – ich wollte die Trockenaktion von der Küche aus angehen. Es war ein etwas größeres Wischtuch, welches ich mir in der Aufregung genommen hatte und begann in der Küche vom Rand der Wasserlache aus, Schadensbegrenzung zu machen. Es ging nicht, es ging einfach nicht. Mit aller Kraft die ich zurzeit noch habe versuchte ich immer weiter das Wasser mit dem Wischtuch aufzusaugen und in den Eimer zu bringen. Ganze dreimal hintereinander habe ich es geschafft, dann bekam ich keine Luft mehr – mein Kreislauf brach zusammen, ich musste Pause machen. Nach zwei Hub von meinem Asthma Spray versuchte ich es weiter (eine Elke gibt nicht auf) doch immer wieder musste ich pausieren, es war einfach nur deprimierend.

Nach einer knappen Stunde hatten wir es geschafft – alles soweit trocken. Fazit, mein Mann hatte zig Eimer voll aufgewischt und ich mal gerade ein Viertel eines Eimers. Was hätte ich tun sollen, wäre ich alleine? Feuerwehr anrufen? Meine Nachbarn wecken? Freunde um die frühe Zeit anrufen? Wieder mal wurde mir gezeigt, wo zurzeit meine körperlichen Grenzen sind!

Es deprimiert mich einfach nur, es macht mich krank, dass ich in solchen Situationen nicht mehr wirklich zu gebrauchen bin… jetzt sitze ich wieder an meinem Laptop schreibe und weine mir den Frust von der Seele… nein das ist kein Leben mehr, keines das es lohnt mit Freude gelebt zu werden…

Gott sei Dank stirbt die Hoffnung zuletzt. Ich weiß nicht wo ich das zum ersten mal gelesen habe – es klingt so banal – so abgedroschen, aber es bekommt für mich immer mehr Bedeutung und Wahrheitsgehalt…

 

 

herzliche Grüße Elke

Euch noch eine schöne Woche  

 

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12 Antworten

  1. Rosalinde

    guten morgen liebe elke:-)ich muss hier noch mal etwas sagen/schreiben*lächel*@jochendoch ich habe den beitrag gelesen, sehr aufmerksam sogar. und meine antwort sollte erklären , dass wir erwachsenen immer über unsere grenzen nachdenken und uns dafür rechtfertigen, nicht gut fühlen usw weil wir dies und jenes NICHT schaffen…..kinder machen dies nicht !!! sie freuen sich über das was sie geschafft haben….und wir freuen uns , dass sie es geschafft haben.lg von linde

    18. März 2009 um 09:08

  2. Elke

    Hallo Jochen danke für Deinen Kommi… mmmmh ich wollte schon den Wassersauger meines Aquariums einsetzen, aber ich glaube er wäre wie ich überfordert gewesen und Kamele verbietet uns mein Vermieter… lach… aber ich sehe Du gehst die Sache praktisch an…Hallo Erika, danke für Deine aufmunternden Worte… schön das Du hier hin gefunden hast…noch eine schöne Restwoche…

    17. März 2009 um 22:36

  3. Erika

    Hallo liebe Elke,bín zufällig hier bei dir gelandet und ich bin beeindruckt von deiner Stärke und deinem Willen nicht aufzugeben und mag der Spruch , " die Hoffnung stirbt zuletzt",wie du selber schreibst banal klingen,so verbirgt sich doch viel wahres dahinter.Das mit dem Wasser tut mir leid,aber sei nicht traurig,wenn du nicht soviel geschafft hast,wie dein Mann,denn das WAS du geschafft hast zählt.Ich wünsche dir noch einen schönen Tag,trockne deine Tränen,die kosten nur unnötig Kraft ,denke nicht mehr was du nicht geschafft hast,sondern wie schon gesagt WAS du geschafft hast.Liebe Grüße Erika

    17. März 2009 um 08:11

  4. .....der

    Entschuldigung: Aber hat Rosalinde diesen Beitrag nicht gelesen???Meine Hochachtung vor solch´ einer Willensstärke und Durchsetzungskraft. Egal, wieviel Wasser am Ende in Deinem Eimer sich befand, nachdem alles aufgenommen war, die Hauptsache ist doch das Ergebnis! Für ein eventeulles erneutes Hochwasser empfehle ich einen elektrischen Wassersauger oder die Haltung eines Kamels, denn Beide sind in der Lage, viel Wasser in sich aufzunehmen.Bei all´ dem Stress trotzdem schöne Grüße hochachtungsvollJochen!

    17. März 2009 um 01:05

  5. Elke

    Danke Linde… selbst ich finde sie nicht…

    16. März 2009 um 15:19

  6. Rosalinde

    liebe elke,hier die richtigen worte finden ist schwer…wie gehe ich die sache in so einer , für mich hilflosen, situation mit kranken menschen an…ich vergleiche sie mit kindern :-) und kinder sind etwas schönes…einfach weil sie da sind !!! und uns freude bereiten mit ihrem tun !!! da ist es nicht von bedeutung ob sie viel schaffen oder leisten.schön das du da bist!!!ich drück dich lieb und wünsche dir noch einen schönen taglindeps: ..grübel…wenn du allerdings zu einem wasservogel mutiert wärest, dann wäre das mit dem wasser überhaupt kein problem, oder??*lächel*

    16. März 2009 um 14:37

  7. Elke

    Danke Ihr Lieben ich bin einfach nur erschrocken, wie sehr ich doch…na – einfach nur DANKE

    16. März 2009 um 14:19

  8. Gabi

    sorry, meinte natürlich Elke

    16. März 2009 um 12:23

  9. Gabi

    Liebe Ekle….erstmal was für eine Nette Bescherung….so früh am morgen……wahnsinnnun zu Dir liebe Elke….hier zeigt es sich doch wieder einmal wieviel Kraft und Energie Du täglich aufbrinst und das ist etwas worauf Du sooooooooo stolz sein kannst.Hier geht es garnicht darum wieviel Wasser Du aufnehmen konntest…sondern das Du instande warst, diese Kraft hattest…es zu tun. Das würde nicht vielen Menschen gelingen. Die Fragen nach was wäre wenn….würdest Du auch noch irgendwie meistern dessen bin ich mir ganz sicher, liebe ElkeIn diesen Sinne…wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft……..alles nur erdenklich Liebe wünscht Dir Gabi

    16. März 2009 um 12:22

  10. Sternchen

    hey Elke sei doch nicht traurig deswegen, Du hast gehandelt und das war ein Kraftakt, über, was währe wenn ,mach Dir keine Gedanken, denn dann hätte sich eines andere Lösung gefunden. Also eiserne Lady, Genieße den Rest des Tages und denke nicht mehr dran…Drück Dich Camina**

    16. März 2009 um 11:39

  11. Mon

    Hallo Elke,schlimmer kann es nicht mehr kommen….in dieser Woche. Also tief Luft holen, durchatmen weiter machen…Genieße den Rest des Tages…Liebe Grüße von Monré

    16. März 2009 um 09:08

  12. DANI´s

    Liebe Elke . Fühl dich mal gedrückt denn du brauchst nicht traurig sein das du es nicht geschafft hast mit zu helfen . Es hätte auch jedem anderen passieren können der wegen einer Krankheit oder etwas anderem nicht in der Lage gewesen wäre .Was doch bewunderswert ist und was man wieder herraus lesen kann ist dein Einsatz und die Kraft die du aufbringst . Ich hoffe ihr erhollt euch nun erstmal von dem Schreck und lässt den rest des Tages ganz ruhig angehn .

    16. März 2009 um 08:35

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