Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Gedankengänge

 

Den folgenden Gedanken hat mir meine Mutter mitgegeben, damit ich ihn hier einsetze. Es geht ihr soweit gut und sie hat nur einen Wunsch, so schnell wie möglich nach Hause zu dürfen.

 

Es hat sich angebahnt, schleichend immer ein wenig mehr und das ‚Wegsehen‘, das ‚nicht wahrhaben wollen‘, das konnte das nicht gewollte weder abwenden noch ungeschehen sein lassen. Der Körper registriert, was der Geist ignoriert und verwendet es in unliebsamer Form zu einem Zeitpunkt an, an dem man es am wenigsten erwartet oder erwarten will. Es kommt zu einer heftigen Explosion die den gesamten Körper erschüttert und den Geist mit einer nie erwarteten Brutalität wachrüttelt, ihn das ganze Ausmaß des Wirklichen schonungslos erkennen lässt. Das ist der Moment der alle ‚Wenn‘ und ‚Aber‘ brutal zunichte werden lässt und die Realität mit aller Macht und ohne Einschränkungen in den Vordergrund rückt – unerbittlich ohne Rücksicht auf die Gefühle fordert er seine Rechte ein. Ein Denkreflex setzt ein, ungewohnte nie wirklich zu Ende gedachte Gedanken fangen an neue Fragen aufzuwerfen. Bisherige Prioritäten werden verworfen, als nichtig empfunden, werden durch unabwendbare Geschehnisse in ein anderes Licht gerückt, verlieren an Wichtigkeit. Der neu erwachte Geist wendet sich dem Körper zu, beschäftigt sich mit ihm, versucht seine immer wieder gegebenen, kaum erkennbaren Hinweise, im Nachhinein zu deuten, zu begreifen. Ein Unterfangen, das dem Geist alle Kraft abverlangt. Das Urvertrauen in sich selber bekommt Risse die sich ausdehnen und deren Ende nicht zu erahnen sind. In der gedanklichen Welt gibt es keine Grenzen, vielleicht Wegweiser, die übersehen werden, weil der Geist ihnen zu wenig Bedeutung zumisst oder aus falsch verstandenem Selbstschutz nicht sehen will, ihnen keine Priorität einräumen will. Vielleicht eine Art der Ignoranz, die der Geist einsetzt um sich nicht bewusst werden zu lassen, wie sehr der Körper bereits gekämpft hat ohne dass es ihm, dem Geist, bewusst wurde.

© by Elke/E.L.2009

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8 Antworten

  1. Paramhansa

    Jede Krise ist die Chance unseres Lebens!

    7. Juni 2009 um 00:29

  2. Andrea

    Liebe Elke, ich kann Dich gut verstehen, und ich möchte mich menem "Vorredner" Ras anschließen, das Wichtigste bist Du, und alles andere ist unwichtig. Du bist eine sehr starke Frau, und ich weiß, daß Du die Risse in Deinem Urvertrauen überwinden wirst. Vielleicht führt es zu einer geänderten Einstellung in einigen Bereichen, zu mehr Rücksicht auf Dich selbst vielleicht? Alls erdenklich Gute und Liebe für Dich Andrea. .

    6. Juni 2009 um 13:41

  3. Knuddel

    liebe Elke,es gibt wirklich wichtigeres im Leben als die virituelle Welt hier mit all seinem auf und ab. Denke nur noch an Dich und Dein weiterkommen und das Du schnellstens wieder nach hause kommst. Konzentriere Dich mehr auf Dein unmittelbares Umfeld denn das bringt Dich wirklich weiter und nicht was hier statt findet im I-Net. eine liebgemeinte Umarmung und werde schnell wieder die Elke die ich am Anfang unserer Freundschaft kennen gelernt habe.glg.Ras

    4. Juni 2009 um 22:51

  4. Ewa-Janina

    Liebe Elke , die gefühle !!! man muss überleben !!! wer weis besser Wie DU , was ist wichtig , wer ist wichtig !??? sind momente , du kann die Antwort ??? Lass sich Herzlich grüßen und wie möglich schnell kommt nach Hause und nicht sofort am PC , gibt nur zeigen , DU BIS schon DA , soll wichtig SEIN !!! ich verstehe deine LAGE , jetzt du brauchen die KRAFT ::: WIR alles VERMISSEN DICH aber ,wir haben GEDULD , , Wichtig BIST DU JETZT , deine Gesund !!! GLG von EWA

    4. Juni 2009 um 22:08

  5. Sternchen

    Hallo Liebes, Ja es stimmt, Du mußt Dich mit den Dingen beschäftigen die für Dich wichtig sind ,denn du bist jetzt wichtig, sonnst nichts… schön von Dir zu lesen, Bussi Camina..

    4. Juni 2009 um 16:48

  6. Paramhansa

    Danke Jennifer.Liebe Elke, mir kommen diese Gedanken und Gefühle so bekannt und vertraut vor…und sind es nicht die Antworten auf Deine Frage, ob Du was hinterfragen solltest, die berühmten "w" fragen, wo ich Dir antwortete: Man muss hinterfragen. Man kann auch dazu gezwungen werden, wenn man es nicht tut, wie recht Du hast. Aber ich versichere Dir, wenn der Alltag Dich wieder hat, wirst Du Deine Prioritäten neu setzen und alles was Dir so wichtig war, wird im neuen Licht erscheinen und hoffentlich wirst Du Dich mehr dem angenehmen zuwenden können. Im Krankenhaus ist es eine andere Welt, ein anders Leben, sogar die Träume ändern sich, man träumt intensiver, verworrener, als ob der Geist verstehen wollte oder erklären wollte, was in der Vergangenheit alles falsch gelaufen ist. Man ist plötzlich allein mit sich selbst und muss auf sich selbst hören! Kein Internet, keine Telefonkabeln, die einen mit "der Welt" verbinden, man ist nur noch mit sich selbst verbunden. Ein Segen, wenn man es nützen kann. Ich bin sicher, Du machst das Beste daraus. Auch wenn Du jetzt nicht lesen kannst, ist es schön, an Dich zu schreiben.Ich muss lächeln, wenn ich an meine OP denke, die erste Zeit im Krankenhaus bin ich immer mit Computer Träumen aufgewacht, weil ich noch eine Frage im Space beantworten wollte und diese Träume waren so real, ich glaubte tatsächlich am PC zu sitzen :-)Ich hoffe Du leidest nicht zu sehr am Laptop Entzug. Ich drück Dich ganz lieb und wünsche mir auch, dass Du schnell wieder zu Hause bist. Liebste Grüße liebe Elke.

    4. Juni 2009 um 11:27

  7. Tina

    Ich kann auch nur schlucken und das Allerbeste und Liebste wünschen…Danke Jennifer! Und du bleib auch stark!!

    4. Juni 2009 um 11:00

  8. ..

    mir fehlen die worte….drück dich lieb

    4. Juni 2009 um 10:48

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