Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Schwere Zeiten…

 
 

 

Schwere Zeiten

Die Seele atmete tief seufzend durch. Sie konnte das Leid ihres Menschen, in dem sie wohnte kaum noch mit ansehen… und dennoch wusste sie, dass diese immer wieder kehrenden Prüfungen sein mussten. „Es ist eine schwere Zeit für die Menschenkinder“, sagte sie traurig zum noch traurigeren Herz, „ich hoffe, du hältst noch ein wenig durch, denn bald ist diese schwere Zeit vorbei…!“

„Natürlich halte ich durch… ich kann den Erfolg ja schon spüren! Um mich herum werden die Menschen immer offener und mitfühlender. Ich kann sie förmlich wachsen sehen“ kicherte das Herz.

„Ja“, sagte die Seele, „es ist trotz all des Kummers, den die Menschen ertragen müssen, wirklich schön mit anzusehen, wie die Welt sich immer mehr zum Guten wandelt. Es geht langsam voran – und noch nicht alle sind bereit diesen Wandel zu akzeptieren – aber immerhin haben viele Menschen verstanden worum es im Leben geht.

„Um die Liebe?“ fragte der Verstand etwas unsicher. Er hatte sich in letzter Zeit sehr zurückgehalten mit jedweden Einmischungen, denn er hatte eingesehen, dass sein Wissen nicht immer gefragt war.

Die Seele und das Herz sahen sich lächelnd an und sagten fast gleichzeitig: „Sieh mal an, lieber Verstand, auch du hast es schon begriffen…!“

Trotzdem konnte er nicht umhin für ihn ungeklärte Fragen zu stellen. Jetzt war eine gute Gelegenheit: „Ich frage euch: Wie kann aber die Liebe denn die Sorgen nehmen, die so mancher heutzutage hat? Manche Menschen wissen nicht, wie sie mit ihrem Geld klar kommen sollen, manche sind so krank, dass sie sich vor dem Sterben fürchten, manche sind einfach nur einsam und allein. Was bitte kann die Liebe denn da ausrichten?“

„Ach lieber Verstand“, antwortete die Seele, „es ist auch wirklich nicht einfach zu verstehen. Die Liebe kann so vieles. Du darfst die Liebe nur nicht ausschließlich im Zusammenhang mit einer Partnerschaft zwischen zwei Menschen sehen! Zur Liebe gehört auch immer Vertrauen. Wenn das Vertrauen fehlt, dann verkümmert irgendwann auch die Liebe.

Die Liebe zum SEIN, zum Universum, zur Schöpfung, zu Gott – wie auch immer du es bezeichnen willst – kann sehr viel bewirken, wenn das Vertrauen da ist.“

„Das ist mir zu hoch“ grübelte der Verstand „man soll Vertrauen in die Liebe haben – oder was?“

Die Seele lächelte „man soll Vertrauen in alles haben. Die Menschenkinder haben es noch nicht alle verstanden, weil man es nicht lernen sondern nur erfahren kann: Wenn ein Mensch darauf vertraut, dass alles für ihn gut wird und das Schlechte in seinem Leben auch gut für etwas ist, wenn er trotz allem sein Leben liebt und sich nicht schrecken lässt von den momentanen Umständen, dann WIRD auch alles gut für ihn. Wenn er auch das liebt was gerade nicht so toll für ihn ist, dann verschwindet es von ganz allein.“

„Ach ja?“ Der Verstand wurde hellhörig. „Wenn sich also ein Mensch z.B. stets darüber ärgert, dass er kein Geld hat, dann soll er diesen Zustand lieben und schon ist er reich?“

„Nein, mein lieber Verstand, das ist wieder typisch dein DENKEN“, erwiderte die Seele schnell „so einfach ist das natürlich nicht! Der Mensch soll sich und sein Leben lieben und annehmen wie es gerade jetzt ist, er soll sich nicht gegen die Umstände wehren sondern sie zulassen. Und er soll Vertrauen darin haben, dass, so wie es ist, es gerade richtig für ihn ist. Er soll sein Leben fließen lassen, wie das Wasser fließt.“

„Wie das Wasser?“ fragte der Verstand ungläubig. „Wie soll er das denn machen?“

„Na ganz einfach“, mischte sich das Herz ein, „stell dir einen Fluß vor, er fließt immer ins Meer, er lässt sich dabei durch nichts aufhalten. Ein Baumstamm legt sich ihm in den Weg, er ignoriert ihn und fließt drum herum. Er gelangt IMMER zum Ziel. So sollte der Mensch es auch machen – die Schwierigkeiten als das sehen was sie sind: ein Hindernis, dass man umgehen oder wegräumen kann.“

„Ich glaube, jetzt habe ich es einigermaßen begriffen“ murmelte der Verstand, „mit anderen Worten: der Mensch soll sich keine Gedanken um die Vergangenheit oder die Zukunft machen sondern alles laufen lassen und darauf vertrauen, dass er zum Meer …äh Ziel kommt!“

„Ganz genau, mein Lieber“ freute sich die Seele. Der Verstand war immer so lernbereit. „…und du kannst dem Menschen sogar dabei helfen!“ Verschmitzt lächelte sie ihn an.

„Ja? Sag mir bitte wie, denn ich möchte unbedingt auch dazu beitragen, dass es dem Menschen richtig gut geht!“

„Ganz einfach“, mischte sich das Herz erneut ein und die Seele ließ es gern gewähren.

„Wenn der Mensch zweifelt und nicht mehr auf mich hören will, dann hört er doch immer auf dich! Du brauchst ihm nur einen ganz einfachen Satz zu sagen:

>>>Hör auf dein Herz und vertraue dem Fluss des Lebens…!<<<

Mein Dank geht an die Autorin: © Camaela Regine Stahl

                                              http://www.camaela.com

 

 

Euch einen schönen Tag…

 

herzlichst Elke

  

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2 Antworten

  1. Paramhansa

    Was für ein schöner Text Elke, dankeschön.

    3. Juli 2009 um 02:18

  2. Sternchen

    Das liebe Elke ist die Philosophie des Lebens, schön , höre auf dein Herz!!!!

    1. Juli 2009 um 22:57

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