Tränen und Glück finden sich in der Stille…

In Gedenken an die Opfer des 11.9.2001…

 

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New York 11. September 2001

 

Gibt es noch Unbedenkliches? Nach dem Terror?
Gab es das je? Vielleicht und vorbei.
Im Inferno von New York starb die Hoffnung.
Sie sah lange aus wie Waffenstillstand.
Die Ruhe ist zur Ruhe gekommen
und schreit’s hinaus, eine Fratze
aus tausendundeiner Nacht.

Die Metallwaben bieten keine Heimat mehr
für Kulturen, Religionen und Nationen.
Die Brandskulptur ragt über den Ascheresten.
Gedanken hängen an den rauchgeschwärzten
Stäben,
die Hinterlassenschaft der Todgeweihten.
Ihre Arme winken uns zu, dem freien Fall
der Körper folgt das Niemandsland.

Im Staub des Unvorstellbaren
wühlen jetzt Soldaten mit Spezialausrüstung,
robben sich durch Steinwüsten
und tragen Verletzungen zu Grabe,
die durch Töten nicht verheilen.

Sammellager bleiben zurück
mit immer hungernden Kindern.
Ihre Seelen sind so tot wie die Getöteten.
Wer trägt die Trauer der Ungezählten,
die im Bürgerkrieg verloren? Wir und die anderen?
Wer hat in die Augen der Frierenden gesehen?
Du und ich? Frieren wir auch? Hungern wir auch?
Haben wir Durst? Vergessen und abgeschoben.

© Vera Hewener, 2001

 

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4 Antworten

  1. Kerstin

    …was damals geschah war schrecklich und dieser Tag ist uns allen als schwarzer Tag in Erinnerung geblieben…wir können froh sein, das nichts schlimmeres die Folge war… der Mensch sollte aus seiner Vergangenheit lernen und wie hier schon geschrieben wurde – seine Lehren für die Zukunft ziehen…geben wir acht darauf das sich soetwas nie wiederholt – mahnen u erinnern wir… dies bedarf nicht vieler Worte – wichtig sind die Taten die verhindern das sich solche Attentate wiederholen…wünsche dir ein schönes spätsommerliches Wochenende…viele Grüße Kerstin…

    12. September 2009 um 00:31

  2. Elke

    … ich danke Euch beiden für Eure Kommentare, es macht mich unglücklich zu sehen,wie schnell die Menschen (wir) vergessen. Ich denke aber, dass den heutigen Tag kaum jemand vergisst, sei es durch die Medien (obwohl sie spärlich berichten) oder weil WIR die mittlere Generation es noch hautnah fühlen… danke für Eure Kommentare… lasst uns der Opfer gedenken… Elke

    11. September 2009 um 22:54

  3. ein Leben

    … es wird immer wieder Menschen geben, die aus Vergangenem lernen, die fähig sind Fehler zu erkennen und sie abzustellen, demgegenüber wird es aber l e i d e r auch immer wieder solche geben, DIE NICHTS, a ber auch GAR NICHTS aus der Vergangenheit oder aus ihren Fehlern lernen , diese Menschen zu überzeugen ist fast unmöglich ….weil sie nicht w o l l e n !!!!

    11. September 2009 um 19:37

  4. Tamara

    Ein nachdenklich machendes Gedicht von Vera Hewener. Wann werden wirMenschen endlich einmal aus vergangenem lernen.l.G. Tamara

    11. September 2009 um 08:14

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