Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Sonntags – Themenblog : Heinz Erhardt – und noch’n Gedicht…

 

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… und noch’n Gedicht:

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Ritter Fips und sein Wochenprogramm

Am Montag, noch auf weicher Daune,
litt Ritter Fips an schlechter Laune.
Das war an sich nicht ungewöhnlich:
den andern Rittern ging es ähnlich.

Am Dienstag morgen war der Ritter
bei Nachbarsleuten Babysitter.
Das Kind war siebzehn und hieß Magda –
Herr Fips blieb gleich den ganzen Tag da.

Am Mittwoch zählte er mit Mühe
auf einer Wiese seine Kühe.
Dann legte er sich müde nieder
ins Gras und sah auch Magda wieder.

Am Donnerstag saß Fips im Garten
und spielte dort mit Magda Karten,
wobei ihm bald ein Nullspiel glückte,
weil er geschickt die Dame drückte.

Am Freitag gab’s, was Fips nicht mochte,
gebratne Fische und gekochte,
drum schlich er sich mit leerem Magen
zu Magda, wo die Schinken lagen.

Am Samstag ritt auf stillen Wegen
in’s Grüne er – und das bei Regen,
erfreute sich an Flor- und Fauna –
und dann an Magda in der Saune.

Am Sonntag ging, für alle Fälle,
der Ritter in die Schloßkapelle.
Er kniete, dachte nach und lag da –
doch das natürlich ohne Magda.

Schlußfolgerung:
Man soll stets gut den Werktag nutzen –
und sonntags seine Seele putzen.

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Das Steckenpferd

Der eine liebt Konkretes nur,
der andre das Abstrakte,
der dritte schwärmt für die Natur
und deshalb für das Nackte.
Der vierte mag nur Fleisch vom Schwein,
der fünfte Milch und Eier,
der sechste liebt den Moselwein,
der siebte Fräulein Meier.
Für jeden gibt es was von Wert,
für das er lebt und streitet,
und jeder hat sein Steckenpferd,
auf dem er immer reitet.

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Ein Traum

Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänschen bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig …
Wenn ich erwache, bin ich traurig

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ZEUS

Im Himmel machte er die Blitze,
Auf Erden aber lieber Witze,
So hatte er, als Tier verwandelt,
Sehr oft mit Damen angebandelt.
Einst näherte er sich als Stier
Europa und sprach keck zu ihr:
Ich bin der Zeus, macht keine Zicken,
Und setzt euch hier auf meinen Rücken.
Halt euch am Horne fest und flieht
Mit mir dorthin, wo’s keiner sieht.
Erst zierte sich das Mädchen sehr,
Dann weniger, dann wieder mehr,
Da wurde es selbst Zeus ganz klar,
Wie uneinig Europa war.
Und es ist gar nicht übertrieben
Zu sagen, es sei so geblieben.

Durch alte Schriften ist belegt,
Daß Vater Zeus fast unentwegt
Nach unten kam, sich abzulenken,
Statt oben an’s Regieren zu denken.
Bis seine Frau, die Hera hieß,
Ihn einfach nicht mehr runterließ.
Im Himmel aber, da verlor
Er jeden Sinn für den Humor.
Drum hört man auch vom alten Zeus
Nichts Neus.

 

 

Ich liebe Heinz Erhardt’s unschuldigen Humor und habe ihm zu Ehren diesen kleinen Sonntagsblog eingestellt. Sein Humor ist einzigartig und niemals verletzend – was ich besonders an ihm schätze.

In diesem Sinne…

Euch einen schönen Sonntag

 

Herzliche Grüße Elke

 

 

 

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4 Antworten

  1. sven

    Die Ruhelose an den Tasten saß – und dabei Raum und Zeit vergaß ;-) Konntest du wieder nicht schlafen? Wünsche dir auch einen schönen Sonntag, bis später, vlG

    25. Oktober 2009 um 08:05

  2. Elke

    Schön Euch in meinem Club der Erhardt – Möger zu lesen, aberer war ja nun mal einsame Klasse :-)… Euch Beiden einen schönenSonntag…herzliche Grüße Elke

    25. Oktober 2009 um 03:59

  3. MoonLightShadow V

    Ich hab auch ein ganz kleines von Heinz Erhardt im Kopf:"Das Leben kommt auf alle Fälle – aus einer Zelle!doch manchmal endets auch – bei Strolchen – in einer solchen!"und auf meinem Space hab ich irgendwann mal "Warum die Zitronen sauer wurden" niedergeschrieben!Heinz Erhardt war schon klasse….Lg Vera

    24. Oktober 2009 um 23:53

  4. sven

    Heinz Erhardt – ja, er wird immer unvergessen bleiben …

    24. Oktober 2009 um 21:12

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