Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Hommage an die Nächte…

 

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Nachts sind alle Katzen grau, so heißt es wohl allgemein, doch das kann ich nicht unterschreiben. Wenn jemand wie ich, die Nächte wach ist und sich ab und an an das Fenster stellt und hinausschaut sieht so viele Dinge die manch ein anderer am helllichten Tag nicht sehen kann. Umrisse von Menschen, die auf dem Weg nach Hause wiederrum Menschen begegnen die zur Arbeit gehen. Die Körperhaltung zeigt, wer welchen Weg gerade geht.

Es ist leise, aber nicht lautlos und irgendwie scheint alles so friedlich. Als wahres Kunstwerk entpuppt sich der Mond – bei halbstündiger Betrachtung hat er jeweils ein anderes Aussehen, ist faszinierend in seinem Farbenspiel, in der Veränderung der Form und Helligkeit. Ein Planet voll von Charme, der allein durch seine Anwesenheit das Herz höher schlagen lässt und eine, nicht im Bewusstsein registrierte Sehnsucht erzeugt. Sehnsucht – wonach? Man kann es nicht beschreiben es ist ein Gefühl der Vollendung des Ganzen. Die Kraft die von ihm ausgeht schleicht sich fast unmerklich in die Seele und schüttet dort Glückshormone aus die einem das Herz so leicht machen als wäre es schwerelos. Wohl schon einige Male, das ich am Fenster stand, und meine Augen sich mit Tränen füllten. Keine bitteren, nein befreiende Tränen die mir die Schönheit des Lebens nahe brachten und mich in eine Euphorie versetzten, die alles andere unwichtig machte.

Die Nächte bedeuten für mich Leben, dann bin ich ein wenig schmerzfreier, kann besser Atmen und mein Herz schlägt in einem gesunden Takt. Sie geben mir Ruhe um mich selbst zu finden, lassen mir Raum mich selber sein zu können. Gedanken werden zu Taten der Psyche – bauen mich auf –  eröffnen mir die Möglichkeit eins zu werden mit dem Universum, dem alles umgebende Sein.

In den letzten Tagen, Wochen, geht es mir wieder ein wenig schlechter und ich habe sehr oft starke Schmerzen, die ich selbst mit einem starken Antischmerzmittel nicht eindämmen kann. Schmerzen die mir den Tod immer mehr zum Freund werden lassen, den ich zwar nicht suche, aber doch als nicht mehr etwas so ganz schlimmes fühle. Vor Jahren habe ich mir mal einige Gedanken darüber gemacht, warum Gott uns zum Abschied des irdenen Lebens, Schmerz, Krankheit und Einsamkeit gibt und habe manches Mal mit ihm gehadert. Heute weiß ich, dass es Sinn macht, denn es nimmt uns die Angst vor dem Tod, ja scheint uns als Erlösung und lässt uns ruhiger werden. Es ist nicht mehr wichtig was danach kommt. Der Moment zählt, der wichtig ist,  und vordergründig unser Denken über den Tod in etwas andere Bahnen lenkt – uns so den Abschied nicht gar so schwer nehmen lässt. Nein, ich habe keine Angst  vor dem Tod, ich habe Angst vor dem Sterben. Ich stelle es mir einfach grausam vor, müsste ich lange und schmerzvoll sterben. Den Gedanken an das wahrscheinlichste, den Erstickungstod, schiebe ich weit von mir, darüber will ich nicht nachdenken, es macht mir Angst.

Solche Gedanken habe ich nur am Tag, nachts fühle ich mich wohl, nachts geht es mir besser, manchmal fast gut. Ich liebe die Nächte in denen ich „ ich“ sein kann, in denen es so viele schöne Gedanken gibt und in denen ich immer wieder feststellen muss, was für ein schönes Leben ich doch habe im Gegensatz zu manch anderen Menschen. Wie wohl jeder habe auch ich einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen, aber ich würde nie sagen (habe es auch nie), dass das Leben nicht lebenswert sei.

Wenn ich mal ein wenig depressiv bin ist das höchste der Gefühle, das ich mal von mir gebe; „Nee, das ist doch kein Leben mehr“ und freue mich fast kindlich darüber, dass ich das noch feststellen kann, dann widme ich mich wieder den wirklich wichtigen Dingen des Lebens.

 

Ich wünsche Euch einen positiven Tag…

Herzliche Grüße Elke  

 

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2 Antworten

  1. Rainbow

    Hallo Elke,ich bin auch eher ein Nachtmensch. Ich liebe die besondere Stille der Nacht, obwohl, wie Du schon schriebst, es viele Geräusche gibt. Manche auch viel klarer als am Tag, wo alles so durch einen Überfluss an Geräuschen eher verwaschen klingt. Es gibt ein paar Minuten, eine Grauzone, zwischen Tag und Nacht die ganz still ist, so als ob die Welt innehält. Die Nachtvögel begeben sich zur Ruhe und die Tagvögel sind noch nicht wach. Man muss aber ganz genau hinhören um nichts zu hören um den kurzen Zeitraum nicht zu überhören.Ich wünsche Dir eine kraftvolle Woche…Liebe Grüßevon Rainbow

    24. Februar 2010 um 14:44

  2. Böser

    Elke, ich wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffe von Herzen, daß es gesundheitlich bald wieder bergauf mit Dir geht!Liebe Grüßevombösen Wolf

    24. Februar 2010 um 13:14

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