Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Wie versprochen/Gesundheitszustand…

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Es ist so, dass dieser Eintrag keine Anbindung an mein Krebstagebuch ist, aber dennoch im Bezug auf diese vorangegangene Krankheit gesehen werden kann. Durch die Bestrahlungen der Krebsnachbehandlung wurde meine Lunge so geschädigt, dass es sich letztendlich zu COPD entwickelt hat. COPD ist unheilbar und es gibt auch keine Chance auf Besserung (lest einfach mal entsprechende Lektüren). Jedes Jahr verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen und die Lebenserwartung verringert sich um 5- 7 Jahre. Ich habe jetzt seit 3 Jahren damit zu kämpfen. Seit einigen Wochen ist es so schlimm geworden, dass ich nur dann ohne Erstickungsanfall (man könnte es auch Asthmaanfall nennen, was aber  genau genommen nicht richtig wäre) wenn ich mich nicht von der Stelle rühre. Man muss sich das so vorstellen; alleine ein Weg von meinem Wohnzimmer zum Bad bringt mir äußerste Atemnot, manchmal so arg, dass ich das Gefühl habe ich müsste sterben. Mir wird es komisch – ich kann das Gefühl nicht wirklich wiedergeben, aber es ist mit großer Panik verbunden und dem Wissen, dass ich nichts dagegen tun kann. Manchmal wird der Sauerstoff so reduziert, dass ich einfach kurz die Besinnung verliere. Schlimm wenn ich dann gerade irgendwo bin wo es harte Kanten gibt auf die ich aufschlagen könnte. Nun ja, bis jetzt hatte ich Glück. Glück habe ich sowieso, denn ich habe fast immer einen meiner Familie um mich, die mir dann beistehen. Sie dürfen mich in dem Moment nicht anfassen oder in den Arm nehmen weil es mir so vorkommt als würde mir noch mehr Luft genommen, aber ihre Anwesenheit tut unwahrscheinlich gut und hilft mir ein wenig die Panik zu überstehen – nicht direkt, aber nach einer kurzen Weile. So ein Anfall, das werden die, die auch betroffen sind wissen, so ein Anfall ist immer wie sterben. Man glaubt nicht daran ihn zu überleben – und doch irgendwann ist es vorbei und man weiß nicht (zumindest ich nicht) ob es nicht besser wäre, wenn es der letzte Anfall gewesen wäre.

Durch die Beerdigung meiner kleinen Schwester bin ich, wie schon bekannt auf einen Rollstuhl gekommen und ab und an, kann ich damit auch mal aus meinen 4 Wänden heraus, allerdings mit großen Einschränkungen. So muss ich darauf achten, wenn ich z. B. mit der Familie essen gehe, dass die Toilette auf gleicher Ebene ist, was meistens nicht zutrifft. Trotzdem ist es ein Fortschritt gegenüber früher und ich bin sehr dankbar dafür.

Mein Gewicht ist seit Monaten konstant – es tendiert zwischen 41 und 42 Kilo und auch dafür bin ich mehr als dankbar, denn weniger würde mich noch mehr einschränken. Mittlerweile ist es mein Wohlfühlgewicht. Meine Augen verschlechtern sich auch zunehmend durch die Krebsnachsorgetablette, aber die muss ich nur noch ein Jahr nehmen und dann kann ich mich mit den Ärzten beraten und die Augen Laseroperieren lassen. Leider nur wenn der Arzt die OP ohne Vollnarkose machen kann – aber das ist in manchen Fällen durchaus machbar und ich als Positivdenker sehe darin eine große Chance.  Es wäre schön, wenn ich endlich mal meine Nachsorgeuntersuchungen wahrnehmen könnte, denn ohne weiß ich nicht mal ob ich nun wirklich Krebsfrei bin oder nicht. Na ja, wenn ich so in mich hinein höre, denke ich schon dass ich in der Richtung OK bin, denn ich habe in früheren Zeiten immer gespürt wenn etwas nicht in Ordnung war.

So liebe Freunde, das waren die versprochenen Zeilen über meinen jetzigen Gesundheitszustand und ich möchte noch betonen, dass ich durchaus dankbar bin, dass ich noch verhältnismäßig gut leben kann, auch wenn ich manchmal ein wenig deprimiert bin – aber das bleibt nicht aus, da mache ich mir nichts vor.

Vielleicht könnt Ihr jetzt ein wenig verstehen, warum ich nicht mehr so oft Kommentare abgebe – es strengt einfach zu sehr an, ist aber kein Zeichen von Gleichgültigkeit. Im Gegenteil ich lese immer gerne Eure Einträge.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche…

 

herzlichst Elke

 

 

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9 Antworten

  1. - Pusteblume

    Ich danke Dir auch noch für Deine PPSén und die Anleitung zum Bildeinfügen. Eigentlich hatte ich es auch so gemacht, aber dennoch hat es irgendwie nicht funktioniert.Liebe Elke, ich wünsche Dir heute einen hoffentlich "guten" Tag und ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft, Dein Leben zu leben.Gaaaaanz viel liebe Grüße und Bussis von Pubu

    23. September 2010 um 09:34

  2. - Pusteblume

    Liebe Elke, ich habe erst heute diesen Blog vom Dir gelesen und bin auch sehr bestürzt darüber, dass es Dir nicht gut geht. Dass es Dir nicht gutgeht, wuuste ich ja, aber wie es wirklich aussieht, wußte ich nicht.Laß Dich erst mal ganz doll drücken für Deinen steten Optimismus und Lebensmut. Es ist bewundersnwert, wie Du damit umgehst. Und da ist es nur zu gut verständlich, dass Du nicht mehr die Kraft und Ausdauerhast, ständig hier im Web zu sein. Dafür hat wirklich jeder Verständnis.

    23. September 2010 um 09:28

  3. A.

    Quando leggo un blog cosi, mi domando dove e Dio , cosa fa con noi,siamo sue creature, cosa si deve pagare per vivere? solo la medicina dell amore guarisce, l amore grande un bacio a te amica mia anche se non abbiamo mai parlato un bacio grande , un bacio col pensiero,

    21. September 2010 um 23:56

  4. Josi

    Es gibt nur eine Medizin gegen große Sorgen: kleine Freuden.(Karl Heinrich Waggerl)

    14. September 2010 um 17:42

  5. Josi

    Liebe Elke.Es ist nicht schön, so etwas wieder von Dir zu lesen, das es Dir nicht gut geht.Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute.Ich bewundere Dich, wo Du sooft Deine Kraft hernimmst.Es ist alles nicht so einfach.Aber ich weiß es ja aus Erfahrung, es ist immer ein Licht am Horizont.Und irgendwie geht’s immer weiter.Sei ganz herzlich gegrüßt von Josi.

    14. September 2010 um 17:40

  6. Petra

    Mir fehlen mal wieder die Worte, wie immer wenn ich solche Blogs von dir lese.Sie machen mich ein bissel traurig, da du mir sehr ans Herz gewachsen bist. Gleichzeitig bewundere ich deine Zuversicht und deine Kraft, ich weiß nicht ob ich dasauch könnte. Ich wünsche dir noch viele schöne Momente mit deiner Familie und deinen Freunden.LG Petra

    14. September 2010 um 13:31

  7. Mandy

    Liebe Elke, ich denke, keine/r deiner Spacebekanntschaften nimmt es dir übel, wenn du dich nur sporadisch meldest. Alle verstehen es und freuen sich umso mehr, wenn sie ein paar Zeilen von dir lesen dürfen. Ist es doch immer ein Zeichen, dass es dir da in dem Moment ein klein wenig besser geht. Ich wünsche dir viel Kraft und bewahre dir deinen Kampfgeist. Mit lieben Grüßen. Mandy

    14. September 2010 um 10:28

  8. Mandy

    Ich habe nach der Geburt meiner Tochter Asthma bekommen und ich kann auch keinen Schritt ohne meinen Haler aus dem Haus machen. Auf meinen Bildern sieht man ihn eigentlich auch immer mit liegen. Es ist schlimm und ich weiß nur zu gut, wie sich diese Erstickungsgefühle anfühlen. Diese Panik kann man nicht beschreiben. Man möchte atmen, aber es ist wie eine Eisenzange, die sich um die Brust gelegt und immer fester zugeschnürt wird.

    14. September 2010 um 10:26

  9. Mandy

    Liebe Elke, zunächst erst einmal Danke für deinen Mailgruß, der wie immer sehr schön und sinnig war. Als ich eben deine Zeilen gelesen habe, bauten sich auch bei mir böse Erinnerungen auf. Mein Onkel lebte auch viele Jahre mit COPD. Er bekam ein Sauerstoffgerät, was er nur sehr selten absetzen konnte, denn seine Lungenfunktion war fast Null. Und doch hat auch er nie aufgegeben zu kämpfen und tapfer alles durchgestanden, was er erleiden musste.

    14. September 2010 um 10:22

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