Tränen und Glück finden sich in der Stille…

Trauer





Nine/Eleven


Geburtstag


 


Katastrophe in Japan

Japan in Not

Bitte Lautsprecher vorher ausschalten!


 

Tsunami Japan


Nun habe ich ein Problem

 

 

Nun habe ich ein Problem

 

Nun habe ich ein Problem! Das erste Mal in meiner Erziehung bin ich ratlos. Mein Sohn 17 Jahre alt, ein junger Mann, selbstbewusst, fleißig trifft sich zu den Wochenenden mit seinen Freunden. Sie spielen Fußball, gehen zu Mackes oder zur Dönerbude, fahren in die Innenstadt, hängen eben miteinander ab. Es ist eine buntgemischte Gruppe junger Leute. Deutsche, Polen und Türken, die einfach viel miteinander unternehmen. Ja es ist mir aufgefallen, dass er nie seine Freunde mit nach hause gebracht hat, habe ihn auch darauf angesprochen und die Erklärung bekommen;’ er schäme sich, weil wir doch so reich seien und kein Haus hätten’ Daraufhin wollte ich wissen, ob denn seine Freunde mit ihren Eltern in eigenen Häusern wohnen würden. ‚nein, aber die sind ja auch nicht reich’ war seine kurze Antwort. Was stellt er sich eigentlich vor? Reich sind wir nun wirklich nicht, wir kommen gut aus und haben den Kindern immer alles ermöglicht. Sie haben einfach alles bekommen, wovon andere nur träumen können. Wir haben die Kinder sehr spät bekommen, als wir uns schon damit abgefunden hatten keine mehr bekommen zu können und dann klappte es doch und gleich zweimal hinter einander. Erst mein Tochter, 14 Monate später mein Sohn. Wir haben sie entsprechend verwöhnt und daraus schließt mein Sohn wie wären reich. Nun das ist auch nicht eigentlich das Problem. Beide Kinder sind gegen rauchen und trinken und da war ich immer stolz drauf – bis gestern abends, als plötzlich ein Anruf kam. Zuerst dachte ich es sei mein Sohn und er wolle abgeholt werden, was seine Schwester hin und wieder macht, aber es war die Klinik, die mir mitteilten, dass mein Sohn sich dort befinde, ich sollte mir keine Sorgen machen es ginge ihm soweit gut, er habe nur etwas viel getrunken und wäre mit dem RW gebracht worden. Ich wollte es nicht glauben, was ich da hören musste. Natürlich fuhren wir sofort zu der Klinik und wurden dann dahin gehend aufgeklärt, dass er nicht zu viel getrunken hätte höchstens 2 Bier, aber er habe eine Tüte geraucht und da es das erste mal war wie mein Sohn ihnen gebeichtet hatte, nicht vertragen und ist umgefallen. Ein Passant der ihn fand alarmierte den RW. Der Arzt meinte er hätte sich ganz vernünftig mit ihm unterhalten und gehört, dass es das erste Mal gewesen war, dass er nichts mehr davon wusste umgefallen zu sein und wie er in die Klinik kam. Er glaubte meinem Sohn und auch die Untersuchung hatte es wohl irgendwie so gezeigt. Der Arzt empfahl uns erst nach 24 Stunden mit unserem Sohn darüber zu reden und meinte er glaube nicht, dass mein Sohn das noch mal tun würde.

Bis jetzt ist er nicht aus seinem Zimmer herausgekommen. Hat sich heute morgen wohl vor seinen Fernseher gesetzt eingehüllt in seine Decke und ist bis jetzt nicht aus seinem Zimmer gekommen. Ihm graut es wohl genauso wie mir vor dem Gespräch das uns bevorsteht. Ich kann einen 17 und halb Jährigen nicht verbieten sich zu verabreden und das man in dem alter auch nicht um 22 Uhr zu hause ist, ist mir auch klar, aber ich muss etwas unternehmen. Als erstes habe ich mich mit meinem Mann dahingehend geeinigt, dass mein Sohn auf keinen Fall in den nächsten Wochen über Nacht wegbleiben darf. Auch werde ich ihn auffordern mir zu sagen, mit wem er sich verabredet und auch hinterfragen was sie vorhaben. Was soll ich sonst machen? Ich kenne so ein Problem normalerweise nicht von meinen Kindern und bin ein wenig hilflos. Natürlich darf ich diesen Vorfall auch nicht hochspielen, denn andere haben schon weitaus früher ihre ersten Erfahrungen mit Hasch oder was es da so alles gibt gemacht und haben es bei dem einen Versuch gelassen, aber ganz ignorieren kann ich es auch nicht. Ich möchte nicht eines Tages hören, dass sich ein junger Mann die ‚Goldene Nadel’ gespritzt hat und dieser junge Mann mein Sohn ist.

 

Liebe Grüße Eure sehr traurige Elke

 

 

 


Gedanken

 
 
 

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Es gibt in meinem Leben immer wieder Momente in denen ich mich frage nach welchen Kriterien Gott die Menschen aussucht, die jung sterben müssen. Solch einen Moment musste ich vergangenen Donnerstag wieder erleben, als ich erfuhr, dass eine langjährige Freundin plötzlich verstarb. Sie war gerade mal Mitte 40, schwer erkrankt, aber immer guter Laune und niemand hätte je daran gedacht, dass sie so jung sterben würde. Es ist in den letzten 2 Monaten die zweite Freundin von mir die so jung starb. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind die meisten jünger als ich es bin – ich komme mit jüngeren besser zurecht als mit gleichaltrigen – umso schlimmer empfinde ich ihren Tod. Warum nimmt Gott nicht ältere, unheilbar Kranke und leidende Menschen zu sich die sterben möchten, und lässt die jüngeren ihr Leben zu ende leben. Natürlich gibt es keine Formel dafür wann ein Leben zu ende gelebt ist, aber doch bestimmt nicht mit 40 oder jünger. Irgendwie ist das nicht gerecht. Nicht nur für die Betroffenen selber, auch für ihre Kinder, die damit nicht umgehen können weil sie viel zu jung sind, die ihre Mutter auch mit 18 oder 21 Jahren noch brauchen, die plötzlich eine Leere in sich spüren, eine Schuld bei sich suchen – die es einfach nicht begreifen können! Es tut weh, es tut uns Älteren  schon weh, wie sehr müssen erst die Jungen darunter leiden? Welche Qualen durchleiden. Wo sollen sie einen Halt finden – im Glauben?  Aber ist es denn nicht gerade der Glaube von dem wir uns abwenden wollen, denn es kann nicht gerecht sein einen geliebten Menschen so jung zu verlieren. Immer wieder schreit es in uns und immer wieder nur das eine Wort „WARUM?“

Auch ich verstehe Gott nicht, aber ich verstehe so vieles nicht und gerade was den Glauben betrifft gibt es keine mathematische Formel, gibt es keine Wissenschaft, gibt es keine Sicherheit. Der Glaube in sich fordert ein uneingeschränktes Vertrauen zu Gott ohne ihn in Frage zu stellen. Es ist ein ewiger Kreislauf „ohne Gott kein Glaube – ohne Glaube kein Gott.“ Ich persönlich möchte nicht ohne Glauben leben, auch wenn es manchmal sehr schwer ist, aber ohne Glauben wäre es für mich noch schwerer.

 

Liebe Grüße Elke                       Friendster images